Die Lage an der belarussischen Front bleibt angespannt. Trotz der Behauptungen, dass die Infrastruktur, die zur Lenkung russischer Drohnen genutzt wird, außer Betrieb genommen wurde, wurde eines der Relais erneut aktiviert. Dies erklärte der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Alexander Syrsky, in einem Interview mit TSN.

Relaisstationen sind noch vor Ort

Laut Syrsky wurden die technischen Objekte, die Russland zur Steuerung von Drohnen nutzt, von der belarussischen Seite physisch noch nicht demontiert. Das ukrainische Kommando verzeichnet jedoch Versuche ihrer Nutzung.

„Sie sind noch nicht demontiert. Gestern wurde ein Relais eingeschaltet“, stellte der Oberbefehlshaber fest. Gleichzeitig äußerte er die Zuversicht, dass solche Aktionen in Zukunft nicht fortgesetzt werden.

Antwort auf die Frage zur Demontage

Während des Gesprächs fragten Journalisten Syrsky, ob ein physisches Abschalten dieser Relaisstationen geplant sei. Auf diese Frage antwortete der Kommandeur ausweichend und enthüllte keine Details der operativen Arbeit.

„Ich kann Ihnen nicht alles erzählen. Ich denke, sie werden erkennen, dass dies nicht notwendig ist“, betonte er und fügte hinzu, dass der Gegner die Sinnlosigkeit solcher Versuche begreifen müsse.

Bereitschaft der Streitkräfte der Ukraine zur Abwehr

Alexander Syrsky betonte, dass die ukrainische Armee vollständig auf die Abwehr von Bedrohungen aus der belarussischen Richtung vorbereitet ist. Nach seinen Worten verfügen die Militärs über die notwendige Erfahrung, geschulte Besatzungen und alle erforderlichen Mittel zur Neutralisierung feindlicher Drohnen.

„Wir haben Erfahrung, wir haben geschulte Besatzungen, wir haben alles, um keine Angst vor Aktionen in dieser Richtung zu haben. Zumindest können wir die Möglichkeit von Flügen feindlicher UAVs entlang der Grenze ausschließen“, fasste Syrsky zusammen.

Warnung von Selenskyj

Erinnert sei daran, dass das Thema der Relaisstationen nach der Aussage des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am 19. Juni an Schärfe gewann. Er forderte Alexander Lukaschenko auf, die Objekte, die zur Lenkung von „Schahed“-Drohnen genutzt werden, zu demontieren, und gab dafür eine Woche Zeit. Selenskyj warnte, dass die Ukraine diese Objekte im Falle des Untätigbleibens selbst zerstören werde.

Nur wenige Tage später berichteten belarussische Medien über das Ende der Drohnenflüge entlang der Grenze. Am 24. Juni bestätigte Selenskyj, dass die Relaisstationen nicht mehr funktionierten. Wie jedoch der letzte Vorfall zeigte, besteht die Bedrohung weiterhin, und die Streitkräfte der Ukraine halten die Situation weiterhin unter Kontrolle.