Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Alexander Syrskyj, leitete eine strategische Besprechung durch, die sich mit Fragen der Reserven und der Stärkung der Verteidigung an der nördlichen Front befasste. Im Ergebnis der Sitzung wurde die Entscheidung getroffen, die Taktik des Grenzschutzes grundlegend zu ändern: Der Hauptfokus wird auf die massenhafte Einführung von unbemannten Systemen gelegt.
Gründung neuer Drohneneinheiten
Um die Sicherheit der nördlichen Grenze zu gewährleisten, wurde beschlossen, spezialisierte Einheiten für unbemannte Systeme aufzustellen. Die neuen Truppenteile werden mit der notwendigen Ausrüstung und moderner Technik ausgestattet. Parallel dazu werden die bereits in diesem Sektor operierenden Einheiten ihre Kampffähigkeiten weiter ausbauen.
Syrskyj betonte, dass die Erweiterung des unbemannten Anteils die Fähigkeiten der Einheiten in drei Schlüsselbereichen erheblich steigern wird:
- Durchführung effektiver Aufklärung;
- Präzise Zerstörung des Gegners;
- Schutz der Verantwortungsbereiche.
Unteroffiziere als Fundament der Kampffähigkeit
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Besprechung auf der Entwicklung des Unteroffizierskorps. Alexander Syrskyj stellte fest, dass Unteroffiziere das Fundament der Kampffähigkeit der Einheiten und das wichtigste Bindeglied zwischen dem Kommando und dem einfachen Soldaten sind.
Laut dem Oberbefehlshaber sollen zukünftige Kommandeure aus Soldaten rekrutiert werden, die ihre Effektivität unter Kampfbedingungen bereits bewiesen haben, Führungsqualitäten besitzen und unter ihren Kameraden Autorität genießen.
Logistik und Wiederherstellung
Während der Sitzung hörte Syrskyj Berichte über die Wiederherstellung der Kampffähigkeit der Einheiten nach der Erfüllung von Kampfaufgaben sowie über die Versorgung mit neuen Waffen und Technik. Der Oberbefehlshaber betonte, dass die vollständige Ausrüstung der Einheiten weiterhin eine der wichtigsten Prioritäten der Armee bleibt.
Lage an der Grenze: Taktikwechsel des Gegners
Laut Angaben des Staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine (SBDU) ist an der Grenze zu Russland eine Abnahme der Aktivität von Sabotage- und Aufklärungseinheiten zu verzeichnen. Der Gegner hat den Fokus von Sabotageakten auf die Schaffung einer Pufferzone durch Infanteriekräfte verlagert.
Trotzdem bleibt die Bedrohung bestehen. Das SBDU schließt Provokationen seitens Weißrusslands in Richtung Kiew und der westlichen Regionen der Ukraine nicht aus. Der Pressesprecher des Dienstes, Andrei Demtschenko, erinnerte daran, dass ähnliche Szenarien bereits 2022 realisiert wurden, weshalb die Wachsamkeit nicht gelockert werden darf.