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title: "Syrskyj erklärt, warum die Streitkräfte der Ukraine neue Brigaden aufstellen: Bedrohung durch eine Ausweitung der Front im Norden"
description: "Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Alexander Syrskyj, hat die Notwendigkeit der Aufstellung neuer Brigaden erklärt: Russland plant, die Front im Norden der Ukraine um 160 km auszuweiten. Der Gegner vergrößert seine Truppenstärke, und die Ukraine muss reagieren, da alte Einheiten nicht einfach auf neue Gebiete „ausgedehnt' werden können. 🇺🇦🛡️"
date: 2026-06-25T09:14:00.000Z
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# Syrskyj erklärt, warum die Streitkräfte der Ukraine neue Brigaden aufstellen: Bedrohung durch eine Ausweitung der Front im Norden

![Generaloberst Serhij Syrskyj in Militäruniform bei einer Besprechung, die die Schaffung neuer ukrainischer Brigaden aufgrund der Bedrohung einer Ausweitung der Front im Norden diskutiert](https://xab.info/media/2026/06/25/syrskiy-obyasnil-sozdanie-novyh-brigad-vsu/syrskiy-obyasnil-sozdanie-novyh-brigad-vsu-1.webp)

Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Alexander Syrskyj, hat die Strategie zur Reaktion auf die veränderte Taktik des Gegners dargelegt. Angesichts der Tatsache, dass Russland Szenarien zur Ausweitung der Kampfhandlungen auf die nördlichen Regionen der Ukraine erwägt, hat das Kommando der ukrainischen Streitkräfte beschlossen, neue Brigadeverbände zu bilden. Davon berichtete der Oberbefehlshaber in einem Kommentar an das Magazin LIGA.net, wie RBC-Ukraine überträgt.

### Die Arithmetik der Front und die Bedrohung einer Ausweitung

Laut Syrskyj hat der Gegner, da er an den Hauptfronten nicht die erwarteten Ergebnisse erzielt hat, seine Pläne angepasst. Nun zielt Moskau darauf ab, den Bereich aktiver Operationen im Norden der Ukraine auszuweiten. Nach Schätzungen wird dies zu einer Verlängerung der Frontlinie um 160 Kilometer führen.

Der Oberbefehlshaber betonte, dass der Feind weiterhin einen Vorteil in der Anzahl des Personals und der Bewaffnung hat. Als Reaktion auf die Bildung neuer Divisionen und fünf Brigaden durch Russland in diesem Jahr ist die Ukraine gezwungen, spiegelbildlich zu reagieren, um einen möglichen Angriff garantiert abwehren zu können.

### Warum alte Einheiten nicht einfach verstärkt werden können

Während des Interviews erläuterte Syrskyj die Logik hinter der Schaffung neuer Formationen anstelle einer einfachen Verstärkung bestehender Brigaden. Er stellte fest, dass eine Erhöhung der Stärke einer Brigade es ihr nicht ermöglicht, ein größeres Gebiet zu kontrollieren.

„Eine Brigade lässt sich nicht einfach ausdehnen', erklärte der Oberbefehlshaber. Er präzisierte, dass eine Erweiterung des Personalbestands lediglich den Einsatzzyklus einer Kampfeinheit an einem bestimmten Abschnitt verlängert, aber keine neuen Frontabschnitte abdecken kann.

Die Besonderheit der modernen Frontlinie besteht darin, dass sie sich nicht nur in die Breite, sondern auch in die Tiefe ausdehnt. In einer solchen Situation ist laut Syrskyj die „Arithmetik unerbittlich': Für die Kontrolle des Territoriums werden neue militärische Einheiten benötigt.

### Lage an der Grenze zu Belarus

Die Entscheidung zur Verstärkung des Nordens hängt mit der allgemeinen geopolitischen Lage zusammen. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mitgeteilt, dass Russland Szenarien zur Ausweitung des Krieges unter Einbeziehung Belarus' erwägt. Die belarussische Opposition hat der Führung in Kiew ebenfalls Daten übermittelt, die auf eine veränderte Rolle Minsks im Konflikt hindeuten.

Im Juni fanden in der Region Hrodna Mobilisierungsübungen statt, jedoch wurden bisher keine Anzeichen für eine Vorbereitung eines Landeinsatzes belarussischer Truppen festgestellt. Dennoch hat Alexander Syrskyj bereits den Befehl zur Verstärkung der Grenzverteidigung an der nördlichen Richtung erteilt.

### Diplomatischer Druck und Relaisstationen

Gleichzeitig berichten westliche Medien, insbesondere die Wall Street Journal, über Druck des Kremls auf Alexander Lukaschenko, um eine „zweite Front' zu eröffnen. Als Reaktion auf diese Drohungen hat die Ukraine harte diplomatische Schritte unternommen.

Präsident Selenskyj forderte die belarussischen Behörden auf, mindestens vier Relaisstationen in den Regionen Brest und Homel zu demontieren, die nach Angaben Kiews zur Korrektur russischer Angriffe auf Städte genutzt wurden. Als Ergebnis des Ultimatums wurde der Betrieb der Relaisstationen am 22. Juni eingestellt. Ob die Ausrüstung demontiert oder lediglich abgeschaltet wurde, ist derzeit noch unklar.