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title: "Alexander Syrskyj über Mobilisierung und Gehälter: „Das Soldatengehalt ist kein Reservefonds für die Umverteilung“"
description: "Oberbefehlshaber Alexander Syrskyj hat hart auf Gerüchte über die Umverteilung der Soldatengehälter reagiert: „Das ist eine Verpflichtung des Staates, kein Reservefonds“. In seinem neuen Beitrag enthüllt er Details zur Vorbereitung der Mobilisierungsreform und die Gründe für die geringe Anzahl neuer Verträge. 🇺🇦🔻"
date: 2026-07-20T17:32:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/syrskyj-ueber-mobilisierung-und-gehaelter-der-soldaten
tags: [alexander-syrsky, ukraine-military, mihail-fedorov, mobilization-reform]
publisher: "XAB.info"
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# Alexander Syrskyj über Mobilisierung und Gehälter: „Das Soldatengehalt ist kein Reservefonds für die Umverteilung“

![Alexander Syrsky in Militäruniform vor einem Hintergrund aus grünen Bäumen, diskutiert Mobilisierung und Soldatenlöhne](https://xab.info/media/2026/07/20/syrskiy-o-mobilizatsii-i-zarplaty-voyennykh/syrskiy-o-mobilizatsii-i-zarplaty-voyennykh-1.webp)

Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Alexander Syrskyj, hat in seinem Gastbeitrag auf dem Portal *Militarnyi* die Position der Landstreitkräfte bezüglich der bevorstehenden Reformen im Bereich der Mobilisierung und des Soldatengehalts dargelegt. Der General hat klare Zuständigkeitsgrenzen zwischen dem militärischen Kommando und dem Verteidigungsministerium gezogen und kritisierte scharf Versuche, die Gehälter der Soldaten als Finanzierungsquelle für den Kauf von Ausrüstung zu nutzen.

### Bereitschaft für Veränderungen und Zuständigkeitsgrenzen

Syrskyj bestätigte, dass das Kommando der Landstreitkräfte und die territorialen Zentren für Rekrutierung und Sozialberatung (TCC) vollständig auf die Durchführung der Mobilisierungsreform vorbereitet sind. Laut Oberbefehlshaber stehen die Militärs in ständigem Kontakt mit den Gesetzgebern, besuchen Sitzungen der Werchowna Rada und bestehen darauf, dass Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung von Verstößen eingebunden werden.

Der General betonte jedoch, dass die Umsetzung der Reform eine rein legislative und administrative Aufgabe ist, die in der Zuständigkeit des Verteidigungsministeriums liegt. „Ich warte darauf genauso wie das ganze Land“, fasste Syrskyj zusammen und wies darauf hin, dass die Armee bereit für Veränderungen ist, aber vom Staat klare rechtliche Mechanismen fordert.

### Das Gehalt als Verpflichtung des Staates

Der Oberbefehlshaber widmete besondere Aufmerksamkeit der Frage der Bezahlung. Als Reaktion auf Aussagen des ehemaligen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow, wonach ein Teil der Gelder aus den Soldatengehältern angeblich für den Kauf von Drohnen verwendet wurde, äußerte sich Syrskyj kategorisch.

„Das Gehalt eines Soldaten ist kein Reservefonds für die Umverteilung, sondern eine Verpflichtung des Staates gegenüber Menschen, die täglich ihr Leben riskieren“, erklärte der General. Er betonte, dass Regierung und Kommando nach einer Lösung suchen, um die Zahlungen pünktlich und in voller Höhe zu gewährleisten, und merkte an, dass „es einfach keine andere Alternative gibt“.

Syrskyj forderte zudem Verantwortung bei der Treffen finanzieller Entscheidungen: „Man kann keine Entscheidungen über Milliarden treffen, ohne die Folgen für Millionen von Menschen zu berechnen“.

### Verträge und juristische Risiken

Auch die Situation mit dem Vertragsdienst bereitet dem Kommando ernste Sorgen. Syrskyj teilte mit, dass derzeit nur etwa 2.000 Soldaten neue Verträge unterzeichnet haben, was ein kritisch niedriger Wert für den Aufbau einer Millionensarmee ist.

Der General beschrieb das Problem der Demotivation: Viele Soldaten und Offiziere hatten andere Dienstbedingungen erwartet, stießen aber auf andere. Nach Ansicht von Syrskyj wirft das selbst das Dekret zum sogenannten „Experiment“ ernste rechtliche Fragen auf. Er zog einen Vergleich zum System des Innenministeriums, wo Gehaltserhöhungen durch offizielle Änderungen im Haushalt und Beschlüsse der Werchowna Rada durchgeführt wurden.

„Anstatt einer Lösung erhält die Armee Enttäuschung“, warnte der Oberbefehlshaber und bestand darauf, dass hinter jedem Folienbild einer Präsentation echte Dokumente, ein Haushalt und Verfahren stehen müssen.

### Beziehungen zum ehemaligen Verteidigungsminister

Abschließend kommentierte Syrskyj in seinem Artikel Gerüchte über einen Konflikt mit dem ehemaligen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Der General nannte diese Information unerwartet und betonte, dass ihre Interaktion immer rein geschäftlicher Natur war, trotz möglicher Meinungsverschiedenheiten zu einzelnen Fragen.

Der Oberbefehlshaber entschuldigte sich zudem für mögliche Missverständnisse und forderte die Öffentlichkeit und die Medien auf, sich nicht auf persönliche Geschichten zu konzentrieren, sondern auf das globale Ziel – den Sieg.