In Odessa wurde ein großangelegtes Komplott aufgedeckt, das zu einer Tragödie in der Hafenstadt hätte führen können. Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) mit Unterstützung des Hauptnachrichtendienstes (GUR) und der Marine hat einen Kanal zerschlagen, über den ein Kampfdrohne für einen Terroranschlag nach Ukraine geliefert werden sollte. Die Operation, die über ein Jahr dauerte, deckte eine komplexe Logistik auf, die unter dem Deckmantel des legalen Handels getarnt war.
Schmuggel mit doppeltem Boden
Organisator des Komplotts war ein odessischer Unternehmer, der sich derzeit im Ausland befindet und ein illegales Geschäft in der vorübergehend besetzten Abchasien betreibt. Im Austausch gegen den „Schutz“ russischer Geheimdienste für seine Schmuggeltätigkeit im Kaukasus stimmte er einem Auftrag des FSB zu: die Lieferung einer mit Sprengstoff gefüllten Kampfdrohne mit Glasfasersteuerung nach Odessa.
Die Lieferroute führte über das Schwarze Meer. Um keine Verdachtsmomente zu wecken, versteckten die russischen Kampfmittel in großen Sendungen von Tabakwaren. In der Nähe der Insel Schlangeninsel wurde die Fracht von großen zivilen Schiffen auf kleine Boote umgeladen, um einen unbemerkten Zugang zur Küste zu gewährleisten.
Festnahme „auf frischer Tat“
Um den Schiffen den ungehinderten Durchgang zu ermöglichen, hatte der Organisator drei Komplizen in Odessa angeworben und einen lokalen Grenzbeamten bestochen. Mitarbeiter der Spezialeinheit „Timur“ des GUR dokumentierten gemeinsam mit Kollegen des SBU und der Marine schrittweise die Handlungen der Bande und verhafteten vier Teilnehmer im Hafengebiet.
Bei Durchsuchungen in den Oblasten Odessa und Tschernowitz sicherten die Strafverfolgungsbehörden:
- 1800 Kisten gefälschten Tabaks;
- eine russische Drohne mit Kampflast;
- illegal umgebautes Sturmgewehr;
- Kommunikationsmittel und kompromittierende Dokumente.
Verantwortung und Kontext
Den vier Festgenommenen wurde bereits der Verdacht der illegalen Schleusung von Personen über die Grenze vorgeworfen. Gegen den Organisator wird ein Haftbefehl erlassen. Den Tätern drohen bis zu 12 Jahre Freiheitsstrafe mit Vermögenskonfiskation.
Dies ist nicht der einzige Erfolg der Gegenabwehr in letzter Zeit. Zuvor wurde in Kiew ein 18-jähriger Artillerie-Beobachter festgenommen, und in der Oblast Donezk wurde ein russischer Kämpfer liquidiert, der bewaffneten Widerstand leistete. In Odessa hatten die Geheimdienste bereits einen Kleriker der UPG MP festgenommen, der als Agent des GRU agierte und Angriffe auf die Stadt koordinierte. Jede solche Operation ist eine verhinderte Katastrophe und gerettete Leben.