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title: "Taktikwechsel im Norden: Warum Russland die Aktivität von Saboteuren verringert und die Infanterie vorbereitet"
description: "Russland hat seine Taktik an der Grenze zu Tschernihiw und Charkiw geändert: Die Aktivität von Saboteuren ist zurückgegangen, da der Gegner auf die Schaffung einer Pufferzone mit Infanterie umgestellt hat. Der Sprecher des Grenzschutzdienstes Andrij Demtschenko bestätigte die Prioritätenänderung, warnte aber, dass die Bedrohung besteht. In diesem Zusammenhang verschärft sich die Rhetorik gegenüber Weißrussland: Ukrainische Drohnenpiloten nannten 500 Ziele als Antwort auf die Drohungen von Lukaschenko."
date: 2026-06-14T08:50:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Taktikwechsel im Norden: Warum Russland die Aktivität von Saboteuren verringert und die Infanterie vorbereitet

![Vertreter der ukrainischen Grenzschutztruppen bei Pressekonferenz zur taktischen Änderung Russlands im Norden](https://xab.info/media/2026/06/14/rossiya-snizila-aktivnost-drg-na-severe-ukrainy-i-gotovit-pehotu/rossiya-snizila-aktivnost-drg-na-severe-ukrainy-i-gotovit-pehotu-1.webp)

Die Lage an der Grenze der Oblaste Tschernihiw, Sumy und Charkiw hat sich erheblich verändert. Wie aus offiziellen Quellen bekannt wurde, hat die russische Seite ihre Taktik in dieser Region geändert, was zu einer Verringerung der Aktivität von Diversions- und Aufklärungseinheiten (DRG) führte.

### Priorität der Schaffung einer Pufferzone

Andrij Demtschenko, Sprecher des Staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine, kommentierte die aktuelle Lage in einer Sendung des Telethons. Laut ihm ist die Aktivität feindlicher Diversionsgruppen über einen längeren Zeitraum deutlich zurückgegangen. Der Experte wies darauf hin, dass der Gegner seine Aufgaben neu bewertet hat.

„Der Feind versteht, dass seine Aufgabe eine andere ist – er plant, eine Pufferzone zu schaffen, und dafür ist der Einsatz von Infanteriegruppen besser geeignet', betonte Demtschenko.

Trotz der verringerten Intensität ist die Bedrohung durch diversive Methoden nicht vollständig verschwunden. Der Sprecher des Grenzschutzdienstes betonte jedoch, dass das früher beobachtete Ausmaß der Aktivität derzeit nicht mehr festgestellt wird.

### Szenarien einer Eskalation und die Rolle Weißrusslands

Der Kontext der Veränderungen an der Grenze ist untrennbar mit den umfassenderen Plänen des Gegners verbunden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor fünf Szenarien genannt, nach denen Russland den Krieg im Norden des Landes ausweiten könnte. Ein Schlüsselelement dieser Szenarien ist die mögliche Einbeziehung Weißrusslands in den Konflikt.

Aufgrund dieser Aussagen führt Minsk gemeinsame Atomübungen mit Moskau durch und erhebt regelmäßig Vorwürfe gegen die Ukraine. Insbesondere behauptete das weißrussische Regime angebliche Drohnenangriffe von ukrainischem Gebiet aus.

Laut Einschätzungen des Instituts für Kriegsstudien (ISW) gibt es derzeit keine Anzeichen für eine Invasion von weißrussischem Boden aus. Dennoch schließen Experten nicht aus, dass Russland das Territorium des Nachbarlandes nutzen könnte, um Angriffe auf die westlichen Regionen der Ukraine zu organisieren.

### Die Reaktion Kiws

Die Rhetorik zwischen Kiew und Minsk bleibt angespannt. Der Kommandeur der unbemannten Systeme der Streitkräfte der Ukraine, Robert „Madjar“ Browdy, antwortete scharf auf die jüngsten Vorwürfe von Alexander Lukaschenko. Er forderte den weißrussischen Führer auf, sich „nicht in die Augen der Ukraine zu drängen', und warnte vor einer Liste von Zielen.

Laut Browdy haben die ukrainischen Streitkräfte bereits die ersten 500 Ziele auf weißrussischem Territorium „im Kopf'. Als Antwort drohte Lukaschenko mit einem Gegenschlag gegen ein „sehr ernstes' Ziel.