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title: "Tanker vor der Küste der Türkei: Wie die Ukraine jahrelang die Jagd auf den „Schattenflotten“ Russlands führte"
description: "Drei vor der Türkei angegriffene Tanker arbeiteten jahrelang an der Umgehung russischer Sanktionen, und die Ukraine wusste davon. 🚢💥 Wlasjuk enthüllte Details ihrer „Schattenaktivitäten“ und Verbindungen zum Iran. 🇺🇦🇷🇺"
date: 2026-05-29T07:50:00.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Tanker vor der Küste der Türkei: Wie die Ukraine jahrelang die Jagd auf den „Schattenflotten“ Russlands führte

![Silhouetten von Tankern im Nebel vor grauem Himmel, symbolisierend die Schattenflotte](https://xab.info/media/2026/05/29/tankery-u-beregov-turtsii-kak-ukraina-godami-vela-ohotu-na-ten-russkogo-flota/tankery-v-chernom-more-ataka.webp)

In der Schwarzmeerregion vor der Küste der Türkei ereignete sich ein schwerwiegender Vorfall: Drei Tanker, die mit der russischen „Schattenflotte“ in Verbindung stehen, wurden angegriffen. Doch entgegen dem ersten Eindruck der Überraschung waren diese Schiffe seit Jahren im Fokus Kiews. Die Ukraine kannte ihre Aktivitäten lange bevor sie unter Beschuss gerieten.

Wladislaw Wlasjuk, der Sonderbeauftragte des ukrainischen Präsidenten für Sanktionspolitik, bestätigte gegenüber Journalisten, dass die angegriffenen Schiffe typische Vertreter eines Systems sind, das zur Umgehung internationaler Beschränkungen geschaffen wurde. Ihre Aktivitäten waren systematisch, die Verstöße regelmäßig.

### Umfang der Sanktionsverstöße

Eines der Hauptziele des Angriffs steht bereits unter Sanktionen der Ukraine, der EU, Großbritanniens und der Schweiz. Seit Beginn des großangelegten russischen Überfalls hat es mehr als 20 Anläufe in russische Häfen unternommen. Seine Aufgabe besteht darin, Millionen Barrel russischer Rohölprodukte, insbesondere von „Rosneft“, zu transportieren und dabei den von der G7 festgelegten Preisdeckel (price cap) zu umgehen.

Die Statistiken sind erschreckend: Allein im Zeitraum von Januar 2024 bis Juli 2025 transportierte dieser Tanker etwa 6 Millionen Barrel. Darüber hinaus ist das Schiff laut Geheimdienstinformationen mit dem iranischen Tankernetzwerk verbunden, das unter der Kontrolle des Umfelds der obersten Führung Irans steht.

### Technologien der Tarnung und „Geisterflaggen“

Das zweite Schiff, das unter der Flagge Sierra Leones fährt, steht ebenfalls unter strengen Sanktionen. Es teilt sich kommerzielle Manager mit einem anderen bekannten Verstoßer – dem Tanker ALTURA. Das dritte Schiff ist ein echter „Geist“: Es hat keine bestätigte Flagge, obwohl es zuvor die Flagge Palaus führte. Für seine Beteiligung an der Schattenflotte haben die Ukraine, Großbritannien und Australien Sanktionen verhängt.

Diese Schiffe sind seit Juni 2024 am Export russischen Erdöls beteiligt. Ihre Taktik ist einfach und effektiv: Abschalten der Radare in der Nähe der Keratscher Straße im Asowschen Meer und direkte Umladung von Öl auf andere sanktionierte Tanker auf hoher See.

### Die Antwort Kiews

Wladislaw Wlasjuk betonte, dass solche Praktiken – wie das Ausblenden von Trackern, die Umladung von Bord zu Bord und die Verwendung undurchsichtiger Eigentumsstrukturen – ein direkter Beweis dafür sind, dass diese Schiffe ausschließlich zur Umgehung von Sanktionen genutzt werden. Die Ukraine überwacht weiterhin die Situation und sammelt Beweise, um den Druck auf das Management und die Eigentümer solcher Tanker zu erhöhen.

Der Angriff am 28. Mai war der Höhepunkt eines langen Spiels. Nach vorläufigen Berichten wurden die Schiffe von Drohnen beschossen. Weder Russland noch die Ukraine haben offiziell die Verantwortung übernommen, aber die Fakten sprechen für sich: Die „Schattenflotte“ Russlands kann nicht länger sicher bleiben.