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title: "Tarasyuk: Russland bedroht die NATO, während wir über die Vergangenheit streiten – es ist Zeit, innezuhalten"
description: "Boris Tarasyuk forderte die Ukraine und Polen auf, angesichts der Bedrohung durch Russland historische Gräben zu überwinden. Der Diplomat warnte: Die Aggression Russlands könnte sich bereits zwischen 2027 und 2029 auf die NATO ausweiten. 🇺🇦🤝🇵🇱⚠️"
date: 2026-07-14T10:10:00.000Z
lang: de
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tags: [boris-tarasyuk, ukraine-poland-relations, nato, russia-aggression, vladimir-zelensky]
publisher: "XAB.info"
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# Tarasyuk: Russland bedroht die NATO, während wir über die Vergangenheit streiten – es ist Zeit, innezuhalten

![Abgeordneter Tarasyuk in Gedanken: Russland bedroht die NATO, während wir über die Vergangenheit streiten](https://xab.info/media/2026/07/14/tarasyuk-ukraina-polsha-ugroza-rossii-nato/tarasyuk-ukraina-polsha-ugroza-rossii-nato-1.webp)

In Anbetracht der wachsenden militärischen Bedrohung durch Russland und realistischen Prognosen über eine mögliche Invasion in NATO-Länder dürfen die bilateralen Beziehungen zwischen der Ukraine und Polen nicht aufgrund historischer Differenzen zerbrechen. Dies erklärte der Diplomat und ehemalige Außenminister Boris Tarasyuk in einem Interview mit RBC-Ukraine.

Laut dem Politiker deuten moderne Analysen zunehmend darauf hin, dass Russland im Zeitraum von 2027 bis 2029 eine groß angelegte Aggression gegen eines oder mehrere Staaten des Nordatlantikbündnisses durchführen könnte. Vor dem Hintergrund dieser globalen Gefahr hält Tarasyuk es für inakzeptabel, dass polnische Politiker historische Fragen zu Spekulationen nutzen.

### Die Geschichte wiederholt sich

Der Diplomat erinnerte an die Ereignisse des Jahres 2016, als der polnische Sejm eine Resolution verabschiedete, die die Wolhynien-Tragödie einem Völkermord gleichstellte. Tarasyuk bezeichnete diese Bewertung als absolut ungerecht und legte damals als Vorsitzender des Ausschusses für interparlamentarische Beziehungen zu Polen sein Amt als Zeichen des Protests nieder.

Heute, so seine Meinung, wiederholt sich die Geschichte: Anti-ukrainische Slogans werden erneut in der Innenpolitik der Nachbarn instrumentalisiert. Tarasyuk forderte die Eliten beider Staaten auf, ihre historische Verantwortung zu erkennen.

„Politiker auf beiden Seiten sollten aufhören, einander zu beschuldigen, und sich auf die geopolitischen Herausforderungen konzentrieren. Und diese Herausforderungen sind die russische Aggression und die Gefahr, dass sie sich über die Grenzen der Ukraine hinaus ausbreitet', betonte der Diplomat.

### Diplomatischer Krisenpunkt und Auszeichnungen

Die Spannungen in den Beziehungen erreichten ihren Höhepunkt im Mai, als auf Beschluss von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine der Einheiten der Spezialkräfte der Streitkräfte der Ukraine die Ehrenbezeichnung „Nach den Helden der UPA' erhielt. Diese Entscheidung löste in Polen heftigen Unmut aus.

Als Reaktion darauf beschloss der polnische Präsident Karol Nawrocki, Selenskyj den Orden des Weißen Adlers zu entziehen. In der Ukraine folgte eine Welle von Rückgaben polnischer Auszeichnungen: Die ehemaligen Präsidenten Leonid Kutschma, Wiktor Juschtschenko und Petro Poroschenko gaben ihre Orden zurück. Auch Selenskyj selbst sandte seinen Orden über die „Neue Post' nach Polen zurück.

Trotzdem geht der Dialog weiter. Kürzlich trafen sich Wolodymyr Selenskyj und Karol Nawrocki auf dem NATO-Gipfel in Ankara erstmals seit dem Skandal. Obwohl die Details dieses Treffens noch nicht offengelegt werden, zeugt die Tatsache des Treffens selbst von dem Versuch, in diesem kritischen Moment die scharfen Kanten zu glätten.