Nutzer von Taxi-Diensten in ukrainischen Städten sehen sich zunehmend mit dem Problem ungenauer Geolokalisierung konfrontiert. Schuld daran ist die aktive Arbeit von Systemen der elektronischen Kriegsführung (EW), die GPS-Signale stören. Infolgedessen kann die App den Standort von Passagier oder Fahrer fälschlicherweise bestimmen, was beim Bestellen und Einsteigen zu Unannehmlichkeiten führt.

Sergej Pawlyk, ein Vertreter des Dienstes Bolt in der Ukraine, gab in einem Interview mit RBC-Ukraine klare Anweisungen, wie man in solchen Situationen vorgehen soll. Laut ihm ist die Lösung einfach und erfordert keine speziellen Fähigkeiten.

Wie man den Fehler manuell korrigiert

„In der App kann man den Einsteigepunkt immer manuell angeben – man muss den Marker auf der Karte einfach verschieben. Das dauert nur wenige Sekunden und löst das Problem', betonte der Generalmanager von Bolt in der Ukraine.

Es reicht aus, die Karte in der App zu öffnen, den gewünschten Ort zu finden und den Einsteigepunkt selbst festzulegen. Das System akzeptiert ihn als aktuell und übermittelt die Daten an den Fahrer.

Der Fahrpreis ändert sich nicht

Das Unternehmen betonte, dass der Algorithmus zur Berechnung des Preises auch bei manueller Angabe des Einsteigepunkts gleich bleibt. Wenn der Punkt korrekt angegeben ist, wird der Preis nach dem Standardmechanismus berechnet – ohne zusätzliche Aufschläge oder Anpassungen.

Eine neue Herausforderung für die städtische Logistik

Bolt gibt zu, dass GPS-Ausfälle aufgrund der EW-Aktivitäten eine der neuen Herausforderungen für die städtische Logistik unter Kriegsbedingungen geworden sind. Der Dienst passt sich diesen Bedingungen weiterhin an und bietet den Nutzern einfache und effektive Lösungen an.

So bleibt es trotz externer Störungen möglich, ein Taxi zu bestellen und ans Ziel zu gelangen – man muss nur wissen, wie man den Geolokalisierungsfehler schnell korrigiert.