Trotz der Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump, dass er sich „gut versteht“ mit dem iranischen Führer Modjtaba Chamenei, wird in Teheran die Möglichkeit eines persönlichen Treffens kategorisch bestritten. Dies teilte der militärische Berater des obersten Führers des Iran, Mohsen Rezaei, in einem Interview mit CNN mit, das von RBC-Ukraine zitiert wird.

Verhandlungen sind ins Stocken geraten

Rezaei erklärte, dass der Dialog zwischen dem Iran und den USA faktisch zum Erliegen gekommen ist. Nach seinen Worten hat Donald Trump die Verhandlungen ins Stocken gebracht, und nun muss Washington einen Ausweg aus der entstandenen Situation finden. Der Berater von Chamenei kommentierte dabei nicht die Rolle des Obersten Führers bei der Treffen wichtiger Entscheidungen, lehnte jedoch eindeutig die Aussicht auf ein Treffen mit dem Chef des Weißen Hauses ab.

„Das wird nicht passieren“, betonte Rezaei. „Wir befinden uns derzeit in der ersten Phase der Verhandlungen, und Herr Trump hat sie ins Stocken gebracht. Das wird nicht passieren“.

Eingefrorene Vermögenswerte als Ursache der Krise

Zuvor hatte Mohsen Rezaei erklärt, dass die Verhandlungen ins Stocken geraten seien, weil 24 Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten im Spiel sind. Diese Mittel befinden sich in mehreren Ländern, und Washington hat die Möglichkeit, auf ihre Rückführung an die Islamische Republik Einfluss zu nehmen. Bisher ist dies jedoch nicht geschehen, und die Spannungen bleiben bestehen.

Gefahr einer Ausweitung des Konflikts

Der militärische Berater von Chamenei warnte zudem davor, dass Teheran bereit sei, den Krieg über den Persischen Golf hinaus auszudehnen, falls die USA militärische Aktionen wieder aufnehmen. Es geht um die Ausweitung der Operationen vom Hormus-Straße bis zum Indischen Ozean, dem Bab-el-Mandab-Straße, dem Roten Meer und dem Mittelmeer. Auf diese Weise demonstriert der Iran seine Bereitschaft zur Eskalation im Falle einer Aggression seitens der USA.

Diese Woche hatte Donald Trump erklärt, dass es für ihn eine „Ehre“ wäre, sich mit Modjtaba Chamenei zu treffen, doch Teheran sieht derzeit keine Grundlage für einen solchen Schritt. Die Situation bleibt angespannt, und die Aussichten auf einen Dialog sind fraglich.