Die Russische Föderation hat offiziell bekräftigt, Raketen- und Drohnenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt fortzusetzen. Das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (ZBD) beim Rat für nationale Sicherheit und Verteidigung (SNBO) der Ukraine kommentierte diese Drohung als offenes Eingeständnis von Terrorismus.
Es geht um eine Aussage der offiziellen Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Sie bestätigte nicht nur, dass die Angriffe auf Kiew fortgesetzt werden, sondern kündigte auch die baldige Veröffentlichung einer speziellen Warnung für ausländische Diplomaten an, die in der ukrainischen Hauptstadt tätig sind.
Andrij Kowalenko, Leiter des ZBD, wertete diese Worte als Demonstration der wahren Absichten des Kremls. Nach seiner Meinung ist dieser Schritt nicht zufällig und hat einen klaren politischen Hintergrund, der mit dem bevorstehenden Besuch von Wladimir Putin in China zusammenhängt.
Die Schwäche durch Stärke verschleiern
In den letzten Tagen schuf Moskau den Anschein einer Bereitschaft zur Beendigung des Konflikts. Doch vor einem wichtigen internationalen Besuch änderte sich die Rhetorik abrupt zu einer aggressiven Haltung. Kowalenko glaubt, dass dies ein Versuch ist, Stärke zu demonstrieren, wenn diplomatische Hebel bereits nicht mehr funktionieren.
Der Experte wies zudem auf eine paradoxe Situation hin: Der Terror gegen die Zivilbevölkerung in Kiew entwickelt sich vor dem Hintergrund der völligen Unfähigkeit Russlands, die Sicherheit auf eigenem Territorium zu gewährleisten. Raketen erreichen bereits Moskau, und dies ist eine Tatsache, die der Kreml hinter lautstarken Drohungen zu verbergen versucht.
„Mit Terror gegen Zivilisten versucht Putin seine Unfähigkeit, die Sicherheit Russlands zu gewährleisten, zu verschleiern. Und all dies tut er anstelle eines Kriegsendes“, betonte der Leiter des ZBD.
Umfang der Angriffe und Folgen
Die Worte russischer Beamter werden durch Taten untermauert. In der Nacht zum 24. Mai wurde ein beispielloser Angriff auf die Ukraine verübt: 90 Raketen und 600 Drohnen, wobei der Hauptangriff auf Kiew abzielte. Berater des Verteidigungsministeriums Serhij „Flash“ Beskostnyy merkte an, dass die Menge an Munition die Fähigkeiten der ukrainischen Luftabwehr zu einem vollständigen Abschuss überstieg.
Parallel zur Analyse der aktuellen Bedrohung befassen sich ukrainische Spezialisten mit den Folgen des Einsatzes neuer Waffen. Alle Trümmer der ballistischen Rakete „Oreschnik“, die erstmals gegen die Kiwer Oblast eingesetzt wurde, wurden gesammelt und zur detaillierten Analyse an Experten übergeben.