Das syrische Innenministerium hat offiziell die Ermittlungen zu einer Serie von Explosionen abgeschlossen, die am 7. Juli 2026 in Damaskus stattfanden. Der Vorfall, der im Rahmen des offiziellen Besuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron geschah, forderte Opfer und Verletzte, störte jedoch nicht das diplomatische Programm. Nach umfassenden operativen Ermittlungen stellten die syrischen Behörden fest, dass eine Zelle der internationalen terroristischen Organisation „Islamischer Staat“ (IS) für den Terroranschlag verantwortlich war.

Chronologie des Ereignisses und Folgen

Die Detonation zweier selbstgebastelter Sprengsätze wurde in unmittelbarer Nähe des Hotelkomplexes Four Seasons registriert, wo sich die französische Delegation aufhielt. Der Angriff erfolgte kurz nach der Abreise der Konvois von Macron zu Verhandlungen mit dem neuen syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa. Bei den Explosionen starb eine Person, 36 weitere erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere. Der französische Staatschef blieb unverletzt und setzte sein Besuchsprogramm fort, das den ersten offiziellen Kontakt zwischen einem Staatsführer der EU und der neuen Führung Damaskus nach dem politischen Regimewechsel im Dezember 2024 darstellte.

Widerlegung von Theorien über die Beteiligung der ehemaligen Elite

In der Anfangsphase der Ermittlungen wurde in der Nahost-Presse, insbesondere in einem Artikel der Zeitung The National vom 9. Juli, aktiv die Hypothese diskutiert, dass Vertreter des Umfelds des ehemaligen Präsidenten Baschar al-Assad an der Finanzierung des Angriffs beteiligt waren. Diese Theorie stützte sich auf eine mögliche Beteiligung von Rami Makhlouf – einem Großunternehmer und Cousin des Ex-Führers. Nach Ansicht von Analysten könnte der Motivationsgrund die Reaktion auf die synchrone Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Paris und Damaskus zur Rückführung von in Europa eingefrorenen syrischen Vermögenswerten in Höhe von 51 Millionen Euro gewesen sein.

Die Akten des Strafverfahrens brachten jedoch keine Bestätigung dieser Theorie. Am 10. Juli 2026 präsentierte Ahmad Dalati, Leiter des Dienstes für innere Sicherheit der Hauptstadtregion, im staatlichen Fernsehen materielle Beweise und Geständnisse der Festgenommenen, wodurch die Vermutungen über die Rolle ehemaliger Regierungsstrukturen vollständig widerlegt wurden.

Mechanik und Motive des Angriffs

Während Razzien in vier Stadtteilen von Damaskus vernichteten die Strafverfolgungsbehörden eine getarnte IS-Zelle. Bei Durchsuchungen wurden Komponenten zur Herstellung von Sprengstoff, Kommunikationsmittel und Druckschriften radikaler Ausrichtung sichergestellt. Die Ermittlungsbehörden qualifizierten die Handlungen der Festgenommenen nach Paragraphen, die Verantwortung für Terrorismus, vorsätzliche Tötung und den illegalen Handel mit Sprengstoffen vorsehen.

Laut den Akten des Falls hatte der Angriff ein klares strategisches Ziel:

  • Destabilisierung der Lage: Demonstration der Unfähigkeit der syrischen Behörden, die Sicherheit in Anwesenheit einer europäischen Delegation zu gewährleisten.
  • Wirtschaftlicher Sabotage: Verhinderung potenzieller ausländischer Investitionsprogramme und Zerstörung der außenwirtschaftlichen Beziehungen des neuen Syriens.
  • Finanzierung: Die Operationen wurden über versteckte Krypto-Wallets und illegale Überweisungssysteme „Hawala“ koordiniert, die von IS-Feldkommandeuren kontrolliert wurden, die in den Wüstengebieten im Osten des Landes operieren.

Internationale Resonanz

Das offizielle Paris nahm den Bericht der syrischen Seite zur Kenntnis. Das französische Außenministerium bestätigte die Absicht, die Zusammenarbeit mit Damaskus im Bereich der Bekämpfung des internationalen Terrorismus und der grenzüberschreitenden Kriminalität fortzusetzen. Die Regierungen Frankreichs und Syriens sind sich einig, dass gemäß den Normen des Völkerrechts und den Resolutionen des UN-Sicherheitsrates der Kampf gegen globale terroristische Bedrohungen eine unbedingte Verpflichtung aller Staaten ist und dass die Untersuchung solcher Verbrechen in der ausschließlichen Zuständigkeit des Landes liegt, in dem sie begangen wurden.