Der zweitälteste Vertreter der Intel Arc-Familie machte zunächst keinen guten Eindruck, da er zu teuer war und im Schatten des Flaggschiffs Arc B580 blieb, das ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bot. Doch mit der Zeit hat sich die Arc B570 in eine günstigere Position gebracht, nicht zuletzt aufgrund der hohen Kosten für den Zusammenbau ganzer Gaming-PCs. Wie auch immer man es dreht, es ist der günstigste Beschleuniger der aktuellen Generation, und heute werfen wir einen Blick auf eine der erschwinglichsten Varianten der Arc B570 – traditionell unter der Marke Acer Nitro.

Werks-Overclocking und Preispolitik

Die Buchstaben OC im Namen der Grafikkarte deuten auf ein Werks-Overclocking des Grafikprozessors hin: Die geplante Taktfrequenz des GPU im Spielbetrieb wurde von den Referenzwerten von 2,5 auf 2,69 GHz erhöht. Allerdings gibt Acer nicht an, um wie viel sich der Leistungsreservat erhöht hat, was bei Intel-Grafikkarten von größter Bedeutung ist.

Der Mindestpreis der Acer Nitro Intel Arc B570 OC während der Arbeit an diesem Artikel betrug 22.999 Rubel, was das Produkt von Acer zu einer der günstigsten Varianten der Arc B570 im russischen Einzelhandel macht. Die direkten Konkurrenten der Intel Arc B570 sind die GeForce RTX 5050 und die Radeon RX 7600. Beide Beschleuniger kosten mehr – 27.999 bzw. 24.999 Rubel –, obwohl sie nur 8 GB VRAM gegenüber 10 GB bei der Intel Arc B570 bieten. Für die Acer Nitro Intel Arc B570 OC spricht auch, dass das ältere Modell der Intel-Linie – die Arc B580 – derzeit mindestens 3.500 Rubel teurer ist, was in dieser Preisklasse eine beachtliche Summe ist.

Konstruktion und Kühlsystem

Aufgrund des moderaten Energieverbrauchs von 150 W kommen viele Varianten der Intel Arc B570 mit kompakten Kühlsystemen aus. Die Acer Nitro gehört jedoch nicht dazu, was auf ein niedriges Geräuschniveau und eine niedrige Temperatur der Komponenten hoffen lässt. Die Gesamtlänge der Grafikkarte beträgt 280 mm, und die Dicke liegt im Bereich von zwei Erweiterungsschlitzen. Das Gerät verfügt über keine LED-Beleuchtung.

Die Rückseite der Leiterplatte ist mit einem Metall-Backplate mit Öffnungen für den Durchgang von Luft abgedeckt. Das Kühlsystem wird von zwei Lüftern mit einem Durchmesser der Schaufeln von 89 mm bedient. Der Kühler besteht seinerseits aus einer typischen Konstruktion aus zwei Lamellenblöcken, die auf vier Wärmerohren mit einem Durchmesser von 6 mm aufgereiht sind. An den GPU-Chip schließt sich ein kupferner Wärmesenker an, während an die Chips des Videospeichers und die VRM-Komponenten separate Aluminiumplatten angebracht sind, die mit den Kühlrippen verlötet sind.

Thermopads zwischen der Leiterplatte und dem Backplate fehlen, sodass dieser nicht am Kühlen der PCB beteiligt ist. Der Beschleuniger erhält zusätzliche Stromversorgung über einen 8-poligen Anschluss des alten Typs und verfügt über kein Backup-BIOS-Chip mit alternativen Einstellungen.

Technische Details und Testmethodik

Das Stromversorgungssystem ist hier genauso aufgebaut wie bei den Intel Arc B570-Proben, mit denen wir uns zuvor vertraut gemacht haben. Der VRM des Grafikprozessors arbeitet mit fünf Leistungskaskaden Alpha & Omega AOZ5517QI mit einem Nennstrom von 60 A unter der Steuerung des PWM-Controllers AOZ71137QI. Die Stromversorgung der Videospeicherchips ist zweiphasig und basiert auf 30-Ampere-Sets AOZ5507QI desselben Herstellers.

Die GDDR6-Chips von Samsung mit der Kennzeichnung K4ZAF325BC-SC20 sind für eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von 20 Gbit/s ausgelegt, jedoch verwendet die Arc B570, wie auch die Arc B580, nur 19 Gbit/s.

In den meisten Spielen werden die durchschnittlichen und minimalen (wir geben den 1. Perzentil der Verteilung an) Bildraten aus dem Array der Rendereinzelframe-Zeiten oder der momentanen Bildrate abgeleitet, die mit Hilfe des integrierten Benchmarks erhalten wurde. Ausnahmen sind Spiele ohne integrierten Benchmark und die meisten Tests mit Frame-Generierung: In diesen Fällen verwenden wir das Programm OCAT zur Erfassung der Intervalle zwischen den Frames.

Die Leistung der Grafikkarten wird separat von CPU und anderen PC-Komponenten mit dem Gerät NVIDIA PCAT registriert. Für Belastungstests wird das Spiel Cyberpunk 2077 mit maximalen Grafikqualitäts-Einstellungen und aktivierter oder deaktivierter Raytracing bei maximaler Bildschirmauflösung verwendet (bis zu 3840 × 2160, abhängig von der Größe des Videospeichers). Alle Messungen werden nach dem Aufwärmen der Grafikkarte durchgeführt, wenn Temperatur und Taktfrequenzen stabilisiert sind.

Wichtige Hinweise für Benutzer

Egal wie die Tests des Acer-Beschleunigers im Vergleich zu den „roten“ und „grünen“ Konkurrenten ausfallen, erinnern wir erneut daran, dass die Leistung der diskreten Grafik von Intel in hohem Maße von der Funktion Resizable BAR abhängt. Diese Eigenschaft muss bei einem GPU-Upgrade in veralteten Systemen berücksichtigt werden, denen die Intel Arc B570 nicht nur zusätzliche Leistung, sondern auch einen Hardware-Codec mit Unterstützung moderner Videoformate bieten könnte.