In Kiew entbrennt ein hochkarätiger Strafprozess im Zusammenhang mit dem Tod eines Haustieres. Ein Bewohner des Stadtteils „Teremky“ wurde zum Beschuldigten in einem Strafverfahren, nachdem er an einem heißen Tag seinen französischen Bulldoggen auf dem Balkon zurückgelassen hatte. Laut Angaben der Strafverfolgungsbehörden erlag das Tier einem Hitzschlag.

Meldung der Nachbarn und Ermittlungsversion

Der Vorfall ereignete sich in einer Wohnanlage der Hauptstadt. Eine Anwohnerin meldete sich bei der Polizei, nachdem sie festgestellt hatte, dass sich auf dem Balkon der Wohnung eines 37-jährigen Mannes ein Hund befand. An diesem Tag herrschte extreme Hitze, und das Tier, das Rafik hieß, befand sich lange Zeit unter direkter Sonneneinstrahlung ohne Zugang zu Wasser oder Schatten.

Mitarbeiter der Nationalpolizei der Ukraine bestätigten, dass der Besitzer das Tier in einem geschlossenen Raum im Freien zurückgelassen hatte. Durch die extrem hohen Temperaturen starb der Bulldogge.

Strafrechtliche Verantwortung

Ermittler des Polizeipräsidiums Holosijiw, die unter der Prozessleitung der Staatsanwaltschaft handelten, sammelten ausreichende Beweise. Dem Beschuldigten wurde offiziell der Verdacht gemäß Teil 1 des Artikels 299 des Strafgesetzbuchs der Ukraine mitgeteilt.

Dieser Artikel sieht eine Verantwortung für Tierquälerei vor, die zum Tod des Tieres führte. Die Strafe ist streng: Für eine solche Tat ist eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vorgesehen.

Kontext des Tierschutzes in der Ukraine

Dieser Fall beleuchtet erneut die Fragen der Verantwortung von Haustierbesitzern. Zuvor wurden in der Gesellschaft Initiativen diskutiert, die es ermöglichen, Haustiere durch ein Testament zu vererben, sowie gesetzliche Beschränkungen für die Haltung bestimmter Tierarten in Wohnungen. Der Fall mit Rafik zeigt deutlich, dass in der Ukraine für ein unverantwortliches Verhalten gegenüber dem Leben von Tieren eine echte strafrechtliche Verantwortung droht.