In Schytomyr wird ein tragischer Vorfall untersucht, der zum Tod eines 27-jährigen Soldaten der Streitkräfte der Ukraine führte. Die Nationale Polizei hat den Vorfall als vorsätzlichen Mord eingestuft und die Verdächtige, eine 17-jährige Einwohnerin von Berdytschiw, bereits festgenommen.
Leiche in einer gemieteten Wohnung
Die Ereignisse ereigneten sich am 4. Juni. Die Vermieterin einer Wohnung in der Oblasthauptstadt wandte sich an die Polizei. Sie berichtete, dass sie in der Wohnung die Leiche ihres Mieters vorgefunden hatte. Die am Ort des Geschehens eingetroffenen Ermittlungs- und Einsatzgruppen des Hauptamtes der Nationalen Polizei in der Oblast Schytomyr sowie Kriminalisten stellten die Identität des Verstorbenen fest – es handelte sich um einen 27-jährigen Soldaten.
Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden Geschirr mit Resten eines pulverförmigen Stoffes sichergestellt. Der Leichnam wurde zur gerichtsmedizinischen Untersuchung geschickt, um die genaue Todesursache festzustellen.
Das Mordkomplott
Die Ermittlungen ergaben, dass der Mord im Voraus geplant war. Nach vorläufigen Erkenntnissen handelte die Beschuldigte unter der Kontrolle eines Kurators, mit dem sie in einem der Telegram-Kanäle kommunizierte. Die Strafverfolgungsbehörden bringen diesen Kurator mit einem möglichen Vertreter russischer Geheimdienste in Verbindung.
Ende Mai erhielt das Mädchen eine Postsendung mit einem kristallinen Stoff, vermutlich Methadon. Anschließend erhielt sie den Auftrag, sich zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort mit dem Soldaten zu treffen. In der Wohnung gab die Verdächtige Gift in ein alkoholisches Getränk. Als der Mann das Bewusstsein verlor, verließ das Mädchen die Wohnung.
Festnahme und frühere Vorstrafen
Im Rahmen operativ-ermittlerischer Maßnahmen wurde die Identität der Beteiligten festgestellt und sie an ihrem Wohnort festgenommen. Derzeit wird die Frage der Mitteilung des Verdachts und der Auswahl der Haftmaßnahme geprüft. Bekannt ist, dass das Mädchen zuvor bereits wegen Drogenverbrechen und Straftaten gegen die öffentliche Sicherheit strafrechtlich verfolgt wurde.
Zusätzliche Umstände
Die Strafverfolgungsbehörden berichten auch von einem weiteren vielbeachteten Fall, der Soldaten betrifft. Zwei Mitarbeitern des regionalen Rekrutierungszentrums wurde der Verdacht mitgeteilt. Nach Ermittlungsergebnissen ließen sie einen bewusstlosen Mann auf der Straße zurück und leisteten ihm keine Hilfe. Einer der Beschuldigten hatte eine medizinische Ausbildung und war verpflichtet, als Sanitäter zu handeln, erfüllte seine Pflichten jedoch nicht.