Tödlicher Unfall in Kiew: Fahrer eines Mercedes, der in einen Unterführungsübergang gerammt hat, wird beschuldigt
In Kiew haben die Strafverfolgungsbehörden offiziell den Fahrer eines Mercedes-Benz beschuldigt, der mit hoher Geschwindigkeit in die Konstruktion eines unterirdischen Fußgängerübergangs gerammt ist. Bei dem Unfall starben vier Menschen, darunter zwei Polizisten und ein Minderjähriger.
Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf das Hauptamt der Nationalpolizei in Kiew berichtet, haben Ermittler einen 49-jährigen Einwohner der Region Cherson gemäß Artikel 208 der Strafprozessordnung der Ukraine festgenommen. Ihm wird die Verletzung der Straßenverkehrsregeln vorgeworfen, die zum Tod mehrerer Personen führte (Absatz 3 des Artikels 286 des Strafgesetzbuchs der Ukraine). Die maximale Strafe nach diesem Artikel beträgt bis zu 10 Jahre Freiheitsentzug.
Opfer und Verletzte
Nach den neuesten Angaben starben bei der Tragödie vier Menschen: ein 12-jähriger Junge, eine 47-jährige Frau und zwei Polizeibeamte im Alter von 21 und 23 Jahren. Darüber hinaus erlitten drei weitere Personen Verletzungen – zwei Männer und eine Frau. Die Verletzten befinden sich in Krankenhäusern, ihr Zustand wird von Ärzten bewertet.
Umstände des Unfalls
Der Unfall ereignete sich am 5. Juni im Bereich Karawajewy Datschi. Ein Mercedes-Benz C300 fuhr mit hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und rammte eine Stütze des Unterführungsübergangs. Gutachter haben festgestellt, dass der Fahrer zum Zeitpunkt des Unfalls nüchtern war.
Vorgeschichte der Verstöße des Fahrers
Es wurde festgestellt, dass der Beschuldigte bereits an vier Verkehrsunfällen beteiligt war, von denen zwei in diesem Jahr stattfanden. Der erste stellvertretende Leiter der Abteilung für Streifenpolizei, Alexei Biloschyzkyj, teilte mit, dass für das Fahrzeug des Fahrers 39 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung registriert wurden, von denen die meisten Geschwindigkeitsüberschreitungen waren. Allein im ersten Halbjahr gab es 18 solcher Fälle.
Sicherheitsmaßnahme
Die Ermittler haben dem Angeklagten bereits ein Gesuch zur Anwendung einer Sicherungsmaßnahme in Form von Untersuchungshaft überreicht. Die Entscheidung wird in Kürze vom Gericht getroffen.