In der Oblast Nikolajew wurde die erste Phase der Ermittlungen zu einem der tragischsten Unfälle der letzten Zeit abgeschlossen. Die Strafverfolgungsbehörden haben offiziell mitgeteilt, dass dem Fahrer eines Nissan-Murano-Crossovers, dessen Handlungen zu einer Massentötung führten, ein Verdacht vorgeworfen wurde. Der Vorfall ereignete sich am Morgen des 4. Juli auf der Straße, die Odessa mit Nikolajew verbindet.

Chronologie der Tragödie

Laut Angaben der Nationalpolizei beförderte der Reisebus Mercedes Sprinter zum Zeitpunkt der Kollision Passagiere auf der Strecke Odessa – Nikolajew. Die Situation geriet außer Kontrolle, als der Fahrer des Crossovers auf die Gegenfahrbahn ausfuhr. Infolge des Frontalaufpralls verlor der Kleinbus die Stabilität, überschlug sich und prallte gegen einen in dieselbe Richtung fahrenden Lastwagen der Marke Volvo.

Das Ausmaß der Folgen war enorm: Bei dem Unfall starben 12 Menschen, weitere 6 Verletzte wurden mit Verletzungen unterschiedlicher Schwere ins Krankenhaus eingeliefert.

Festnahme und Anklage

Der Fahrer des Nissan Murano versuchte, die Unfallstelle zu verlassen, doch die Strafverfolger konnten seine Identität schnell feststellen. Im Rahmen einer speziellen Operation wurde der Mann festgenommen. Derzeit hat das Büro des Generalstaatsanwalts den Verdächtigen offiziell über die Erhebung der Anklage informiert.

Als rechtliche Einordnung der Handlungen wird Teil 3 des Artikels 286 des Strafgesetzbuchs der Ukraine genannt – Verstoß gegen die Straßenverkehrsregeln, der zum Tod mehrerer Personen führte. Derzeit wird die Frage der Wahl der Haftstrafe in Form einer Untersuchungshaft geklärt.