In der Mitte von Kiew ereignete sich eine Tragödie, die vier Menschenleben forderte. Ein Mercedes-Benz, der bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle verlor, prallte direkt in einen Fußgängertunnel am Tschocholskyj-Boulevard. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich Menschen im Tunnel.

Opfer und Folgen

Laut Angaben der Strafverfolgungsbehörden kamen bei dem Vorfall zwei Männer, eine Frau und ein 12-jähriger Junge ums Leben. Drei weitere Verletzte wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Rettungskräfte arbeiteten am Unfallort, um den Fahrer aus dem zerquetschten Fahrzeug zu bergen.

Profil des Fahrers

Als Verursacher des Unfalls wurde ein 49-jähriger Einwohner der Oblast Cherson identifiziert. Der Mann befindet sich derzeit im Krankenhaus. Nach vorläufigen Erkenntnissen verlor er bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über das Fahrzeug.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer eine schwere Vorgeschichte von Verkehrsverstößen aufweist. Der Mann wurde wiederholt wegen Geschwindigkeitsüberschreitung verwaltungsrechtlich belangt. Darüber hinaus war er bereits an vier Verkehrsunfällen beteiligt, wobei zwei davon im laufenden Jahr stattfanden.

Strafverfahren

Zum Sachverhalt des tödlichen Unfalls in der Hauptstadt wurde ein vorgerichtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Vorfall wird gemäß Teil 3 des Artikels 286 des Strafgesetzbuchs der Ukraine (Machtmissbrauch oder Missbrauch dienstlicher Befugnisse, der zum Tod von zwei oder mehr Personen führte) qualifiziert. Die Prozessleitung obliegt der Stadtpromotorin von Kiew.

Kontext der Unfallhäufigkeit

Der tödliche Unfall in Kiew ereignet sich vor dem Hintergrund anderer resonanter Unfälle mit Beteiligung von Fahrzeugen. Kürzlich überschlug sich in der Oblast Charkiw ein Bus, in dem sich 14 Schüler und zwei Lehrer befanden, die auf einer Exkursion waren. Auch im April ereignete sich in der Nähe der bulgarisch-türkischen Grenze ein Busunfall mit ukrainischen Staatsbürgern: Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, mehr als 16 wurden verletzt.