Der amerikanische Speedcuber Tommy Cherry hat den Weltrekord in der Disziplin „Blind lösen des Rubik-Würfels“ (Blindfolded) mit einer Zeit von 11,56 Sekunden verbessert. Die Leistung wurde am 28. Juni 2026 bei einem Wettbewerb im US-Bundesstaat New Jersey festgehalten. Damit hat der 21-jährige Sportler den bisherigen Rekord des Australiers Charlie Egging, der bei 11,67 Sekunden lag, um 0,11 Sekunden verbessert – nach Maßstäben des Speedcubings ein beträchtlicher Schritt in einer Disziplin, in der jede Zehntelsekunde Monate des Trainings kostet.
So funktioniert die Disziplin „blind“
Das Blindfolded-Format unterscheidet sich grundlegend vom normalen Speedsolving: Der Teilnehmer erhält zunächst eine erlaubte Zeit, um den gemischten Würfel auswendig zu lernen, und stellt ihn anschließend mit geschlossenen Augen aus dem Gedächtnis wieder her. Das Endergebnis hängt daher nicht nur von der Handgeschwindigkeit ab, sondern auch von der Qualität des Memorierens, der Konzentration und der Belastbarkeit unter Stress. Gerade diese Kombination an Fähigkeiten ermöglicht es Cherry, die Führung in einer Kategorie zu halten, in der bereits eine sekündliche Gedächtnispanne den gesamten Versuch zunichtemacht.
Der Weg an die Spitze: Vorgeschichte der Rekorde
Die Leistung vom 28. Juni 2026 war nicht Cherrys erster Weltrekord. Er schrieb erstmals 2021 Speedcubing-Geschichte, als er mit 15,27 Sekunden den Weltrekord in der Blind-Disziplin aufstellte. Seither hat der Sportler seinen eigenen Rekord mehrfach verbessert, die Zeit schrittweise verkürzt und sie schließlich auf 11,56 Sekunden gedrückt. Diese Entwicklung zeigt einen stetigen Fortschritt und bestätigt, dass der neue Rekord ein logischer Schritt jahrelanger Arbeit ist und kein einmaliger „Glücks“lauf.
Bedeutung des Ergebnisses für die Community
Für die internationale Speedcuber-Community ist die Zeit von 11,56 Sekunden eine Marke, auf die sich die Konkurrenten nun ausrichten werden. Die Blindfolded-Disziplin gilt traditionell als eine der schwierigsten im Würfelsport, da sie nicht nur die Motorik, sondern auch die kognitiven Fähigkeiten prüft. Die Verbesserung des Rekords um 0,11 Sekunden gegenüber Eggings Ergebnis unterstreicht, dass die Marke um die 11,5 Sekunden nun erreichbar ist und der Wettbewerb um die Spitze in dieser Kategorie auf ein neues Niveau steigt.