In der Manchester Arena fand ein hochkarätiges Duell des Promotionsunternehmens Misfits Boxing statt. Im Hauptkampf des Abends traf der lokale Pop-Boxer Tommy Fury auf den titelgeweihten Strongman Eddie Hall. Der von vielen mit Spannung erwartete Kampf, der als Konfrontation von „Geschwindigkeit gegen Kraft' galt, endete mit einem Sieg für Fury nach Punktrichterentscheid.

Taktik des „Fahrradfahrens' im ersten Round

Der Beginn des Kampfes war weniger aggressiv, als die Zuschauer erwartet hatten. Tommy Fury wählte eine Taktik, die direkte Konfrontationen vermeidet, was in den Kommentaren als „Fahrradfahren' bezeichnet wurde. Der Boxer bewegte sich aktiv im Ring und versuchte verzweifelt, den riesigen Gegner daran zu hindern, ihn zu erreichen.

Eddie Hall, bekannt als „The Beast', versuchte mehrmals, den beweglichen Gegner einzuholen, konnte jedoch keine gefährlichen Treffer landen. Trotz des Laufens wirkte der Strongman frisch und zeigte keine Anzeichen von Müdigkeit.

Halls Versuche und Rhythmuswechsel

Der zweite Round verlief mit etwas mehr Aktivität von Frys Seite, doch nach dem ersten physischen Kontakt kehrte er sofort zu seiner Rückzugstaktik zurück. Zu diesem Zeitpunkt wirkte der Kampf zu passiv, und Halls Geschwindigkeitsvorteil ermöglichte es ihm nicht, seinen eigenen Rhythmus aufzuzwingen. Der Atem des Strongmans blieb ruhig, was zeigte, dass er bereit für die Fortsetzung des Laufens war.

Der Wendepunkt ereignete sich im dritten Round. Fury schaltete in den Kampfmodus und begann, seinen Gegner durch seine Beweglichkeit zu übertrumpfen. Es wurde klar, dass Hall nicht in der Lage war, als Verfolger zu agieren. Im vierten zweiminütigen Abschnitt versuchte der Strongman, die Initiative zurückzugewinnen und den Verlauf des Kampfes zu ändern, doch seine Workrate (Aktionshäufigkeit) ließ deutlich nach, und der Versuch scheiterte.

Das Finale und das Urteil der Richter

In der zweiten Hälfte des Kampfes nahm die Anzahl der Clinches deutlich zu. Dies reduzierte die Dynamik des Duells und nahm ihm einen Teil seiner Spektakulärität, wodurch es zu einem Überlebenskampf im Stehen wurde. Dennoch spielte der Aktivitätsvorteil, den Fury in den entscheidenden Momenten zeigte, eine entscheidende Rolle.

Die Jury bestehend aus Bellew, Chisora und Demura sprach den Sieg für Tommy Fury aus. Die Punktezahlen der Richter: 59-56, 58-56 und 57-57. Der Sieg ging an den Pop-Boxer dank seiner Fähigkeit, die Bedingungen des Kampfes zu diktieren und die Distanz zum starken Gegner zu halten.