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title: "Tomtor gegen Sanktionen: Wie Indien und Russland ein Bündnis bei Seltenen Erden aufbauen"
description: "🇷🇺🇮🇳 Russland und Indien diskutieren die gemeinsame Förderung seltener Erden im Vorkommen Tomtor. 🌍 Dies ist ein Schritt zur Verringerung der Abhängigkeit von China und zur Suche nach neuen Partnern unter Sanktionen. 🔥 Der russische Ölsektor steht unter Druck aufgrund von Drohnenangriffen. #SelteneErden #RusslandIndien #Sanktionen"
date: 2026-06-17T03:26:00.000Z
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# Tomtor gegen Sanktionen: Wie Indien und Russland ein Bündnis bei Seltenen Erden aufbauen

In Zeiten einer globalen Umstrukturierung der wirtschaftlichen Beziehungen erreichen Russland und Indien ein neues Niveau der Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt steht eines der größten Vorkommen seltener Erden der Welt: Tomtor in Jakutien. Der Kreml bot Neu-Delhi Zugang zu dieser strategischen Ressource an, und die indische staatliche Bergbaugesellschaft IREL führt bereits vertrauliche Verhandlungen mit dem russischen Ölriesen „Rosneft“.

### Verhandlungen an der Grenze der Geopolitik

Die Parteien diskutieren die Übertragung von Erzproben aus dem arktischen Vorkommen. Das Material wird zunächst in Russland aufbereitet und dann nach Indien geschickt, um eine detaillierte Analyse der mineralischen Zusammensetzung durchzuführen. Erst danach wird Neu-Delhi entscheiden, ob es Milliarden in das gemeinsame Projekt investieren soll.

Für Indien ist dies eine Chance, die Abhängigkeit von China zu verringern, das derzeit die Förderung und Verarbeitung seltener Erden dominiert. Für Russland ist es eine Möglichkeit, neue Wege zur Entwicklung von Ressourcenprojekten unter Sanktionen zu finden.

### Kontrolle über Tomtor

Die Kontrolle über das Vorkommen ging im vergangenen Jahr an „Rosneft“ über. Die Regierung der Russischen Föderation hat ihre Bemühungen um die Förderung dieses kritisch wichtigen Rohstoffs intensiviert. Seltene Erden sind das Herzstück der modernen Industrie. Ohne sie ist es unmöglich, starke Permanentmagnete herzustellen, die für Elektronik, Energiewirtschaft und Verteidigungsindustrie notwendig sind.

### Indien: Vorräte vorhanden, Technologien fehlen

Indien verfügt über enorme eigene Vorräte an seltenen Erden – die drittgrößten der Welt. Allerdings besitzt das Land nach wie vor keine Technologien zur Herstellung von Magneten, was eine erhebliche Lücke in der Wirtschaft darstellt. Die Zusammenarbeit mit Russland könnte helfen, diese Lücke zu schließen.

### Globale Ambitionen von IREL

IREL beschränkt sich nicht nur auf Russland. Das Unternehmen untersucht aktiv Projekte in anderen Regionen: Argentinien, Australien und Malawi. Außerdem diskutiert die indische Seite eine Partnerschaft mit japanischen und südkoreanischen Firmen. Dies zeugt vom Bestreben Neu-Delhis, die Quellen für Rohstoffe und Technologien zu diversifizieren.

### Kohle und Öl: Neue Kooperationsrichtungen

Russland bietet nicht nur Metalle an. Die indischen Staatsunternehmen SAIL und NMDC prüfen die Möglichkeit des Erwerbs russischer Kohleaktiva. Dies ist ein weiterer Schritt zur Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

### Der russische Ölsektor unter Druck

Besonders schwierig ist die Situation im russischen Ölsektor. Aufgrund erfolgreicher Angriffe ukrainischer Drohnen wurden viele Raffinerien beschädigt, was zu enormen Problemen auf dem Kraftstoffmarkt führte. Jedes vierte Tankstellennetz auf dem Territorium des Aggressors könnte ein Verkaufslimit für Benzin einführen.

Wörtlich am Vortag trafen die Streitkräfte der Ukraine erfolgreich eine Raffinerie in Moskau. Sie liegt nur 15 km vom Kreml entfernt und beliefert 35 % des Kraftstoffmarktes der Hauptstadt der Russischen Föderation. Diese Ereignisse unterstreichen die Verwundbarkeit der russischen Infrastruktur und die Notwendigkeit, neue Partner und Technologien zu finden.

### Fazit

Die Zusammenarbeit Russlands und Indiens im Bereich seltener Erden und anderer Ressourcen ist nicht nur ein wirtschaftlicher Schritt. Es ist ein strategischer Manöver in Zeiten globaler Umstrukturierung. Beide Länder suchen nach neuen Entwicklungswegen, und ihre Partnerschaft könnte zu einem der Schlüsselfaktoren bei der Gestaltung einer neuen wirtschaftlichen Weltkarte werden.