Am 6. Juli wurde die besetzte Krim erneut in Dunkelheit getaucht. Nach neuen Angriffen der ukrainischen Streitkräfte (AFU) wurden Stromausfälle in allen Regionen der Halbinsel registriert. Massive Unterbreffungen betrafen sowohl Großstädte als auch abgelegene Gebiete und lähmten den gewohnten Lebensrhythmus.

Über das Ausmaß des Vorfalls berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf Daten des russischen Agenturs „Interfax“ und des Telegram-Kanals „Krimskij Weter“. In der Presseabteilung der Besatzungsstruktur „Krimenergo“ wurde der totale Blackout bestätigt, wobei betont wurde, dass bereits Notfall- und Wiederherstellungsarbeiten eingeleitet wurden.

Ursache: Angriffe auf kritische Infrastruktur

Laut Quellen waren die Stromausfälle auf technische Störungen in Hochspannungsnetzen zurückzuführen, die durch äußere Einwirkungen verursacht wurden. „Krimenergo“ erklärte, dass Verbraucher in allen Städten und Bezirken der Republik Krim vom Stromnetz getrennt wurden.

Die Betreiber versprachen, den Strom bis Ende des Tages wiederherzustellen, gaben jedoch an, dass derzeit keine Garantien möglich seien.

In der Nacht des 6. Juli kommentierte der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswojajew, die Situation und erklärte, dass die Stromunterbrechung „aufgrund eines Angriffs der AFU außerhalb der Stadt“ erfolgt sei. Augenzeugen und lokale Kanäle berichten jedoch von weitreichenderen Folgen.

Feuer auf einem Umspannwerk bei Simferopol

Laut dem Telegram-Kanal „Krimskij Weter“ brach infolge des Treffers ein Feuer auf dem Umspannwerk PS „Simferopol“ 330 kV aus. Das Objekt befindet sich im Bezirk Strogonowka bei Simferopol.

Lokale Bewohner berichteten, dass sie in diesem Gebiet Feuer und Rauch gesehen haben. Bemerkenswert ist, dass diese Station bereits zuvor Ziel eines Angriffs war – am 25. Juni 2026. Der erneute Treffer bestätigt die gezielte Arbeit zur Isolierung der russischen militärischen Präsenz auf der Halbinsel.

Ohne Strom, Wasser und Verbindung: Die Lage im Rajon Radsdolny

Besondere Besorgnis erregt die Situation im Rajon Radsdolny, wo sich eine kritische Lage entwickelt hat. Hier fehlt nicht nur Strom, sondern auch Kommunikation und Wasserversorgung.

Die Bewohner des Bezirks beschreiben den Chaos, der durch die Ausfälle entstanden ist:

  • Geschäfte arbeiten nur weiter, wenn den Eigentümern noch Benzin für Generatoren zur Verfügung steht.
  • Der Handel erfolgt ausschließlich bar.
  • Banken sind geschlossen und Geldautomaten funktionieren aufgrund des Stromausfalls nicht.

Menschen aus den nächsten Dörfern müssen nach Radsdolno fahren, um Bargeld abzuheben und notwendige Waren zu kaufen, stoßen dort jedoch ebenfalls auf geschlossene Finanzinstitute.

Folgen für Infrastruktur und Wirtschaft

Der Vorfall am 6. Juli war ein weiterer Schritt in der Isolierung der Besatzungskräfte. Zuvor hatte RBC-Ukraine berichtet, wie die SBU zum zweiten Mal innerhalb einer Woche erfolgreich Jagdflugzeuge auf dem Flugfeld „Saki“ angegriffen und die militärische Infrastruktur getroffen hat.

Neben den militärischen Zielen leidet auch der zivile Sektor. Auf der Krim ist die Nachfrage nach Urlaub nach einer Serie von Angriffen auf die Infrastruktur der Halbinsel stark gesunken, was die wirtschaftliche Stabilität der Region, die vom Tourismus abhängt, gefährdet.