Die ukrainische Showbühne hat einen schweren Verlust erlitten: Der Volkskünstler der Ukraine, Komponist und Dichter Nikolai Jantschenko ist gestorben. Der Künstler war erst 66 Jahre alt. Von dem tragischen Ereignis wurde am 1. Juli bekannt, als Kollegen und Freunde in sozialen Medien ihre Anteilnahme zum Ausdruck begannen.

Umstände des Todes

Die Nachricht vom Tod des Musikers wurde zuerst von seiner Kollegin, der Sängerin Natalja Fallion, bestätigt, die durch die Serie „Lisapetnij bataljon“ bekannt ist. In ihrem Instagram nannte sie Jantschenko einen unglaublich talentierten Dichter und Freund, der aus dem Leben geschieden ist.

Die Details der Tragödie klärte die Winnyzja-Journalistin Tatjana Redjko. Ihren Worten zufolge trat der Tod des Künstlers infolge eines Unglücks ein: Er starb durch einen Stromschlag im Pool seines Landhauses im Dorf Strischawka. Bekannte nannten ihn liebevoll „Narodnyj Kum“ (Volksgottvater), was seine Verbindung zum Publikum unterstrich.

Erinnerungen der Kollegen

Besondere Worte der Trauer kamen von der Sängerin Iryna Fedyschyn, deren künstlerischer Weg eng mit Jantschenko verbunden war. Er war der Autor vieler ihrer Hits, darunter die Lieder „Lysche u nas w Ukrajini“ (Nur bei uns in der Ukraine), „Perelaz“, „Rodyna“ (Heimat) und „Sumnyj swjatyj tschewir“ (Trauriges Heiligabend).

Fedyschyn drückte ihr tiefes Beileid der Ehefrau des Künstlers, Natalja, seinem Sohn und allen Angehörigen aus. Sie beschrieb Nikolai als einen hellen, guten und aufrichtigen Menschen, der sein Land, das ukrainische Lied und die Menschen grenzenlos liebte. „Sein Talent, seine Weisheit und seine Menschlichkeit werden für immer in unseren Herzen bleiben“, schrieb die Sängerin.

Der Weg zum Ruhm

Nikolai Jantschenko wurde am 14. Dezember 1959 im Dorf Kanawa im Rajon Tuljtschyn der Oblast Winnyzja geboren. Sein beruflicher Weg begann nicht auf der Bühne, sondern im Kulturbereich: Nach dem Abschluss des Kultur- und Bildungsinstituts in Tuljtschyn arbeitete er mehr als 20 Jahre als künstlerischer Leiter des Kulturhauses im Dorf Mojewka.

Die aktive Showtätigkeit des Sängers begann in den 1990er Jahren. Sein Schaffen war der Ukraine, der Familie, ländlichen Traditionen und der Heimat gewidmet. Zu den bekanntesten Kompositionen, die er schrieb und vortrug, gehören „Oj, tschoho sch ty mamo“ (Oh, warum du, Mama), „Nalywaj, kuma!“ (Gieße ein, Patin!) und „Moja rodyna“ (Meine Heimat).

Für seinen Beitrag zur Entwicklung der Kultur würdigte der Staat das Talent des Musikers: 2007 wurde ihm der Titel Verdienter Künstler der Ukraine verliehen, und 2016 wurde er zum Volkskünstler der Ukraine ernannt.