Am Morgen des 2. Juni laufen in Kiew weiterhin Aufräumarbeiten nach einem massiven nächtlichen Angriff. Die Lage in der Hauptstadt bleibt angespannt: Rettungskräfte löschen Brände, während Energieversorger beschädigte Netze reparieren. Nach den neuesten Angaben hat sich die Zahl der Opfer der Tragödie auf sechs Personen erhöht.

Anzahl der Opfer und Verletzten

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, meldete in seinem Telegram-Kanal einen Anstieg der Todesopfer. Zuerst waren fünf Tote bestätigt worden, später wurde jedoch bekannt, dass ein sechstes Opfer in einer medizinischen Einrichtung verstarb. Bei dem Angriff wurden 66 Personen verletzt. Zu den Verletzten gehören drei Kinder im Alter von drei, elf und 17 Jahren.

Die Sprecherin der Militärischen Stadtverwaltung von Kiew, Kateryna Pop, präzisierte die Details zur medizinischen Versorgung der Verletzten:

  • Etwa 40 Personen wurden in Krankenhäusern der Hauptstadt stationär behandelt.
  • 13 Verletzte, darunter zwei Kinder, erhielten ambulante Hilfe.
  • Den übrigen, einschließlich eines Kindes, leisteten Mediker direkt am Ort des Geschehens Erste Hilfe.

Energiekollaps und Einsatz der Notdienste

Die Energieinfrastruktur erlitt erhebliche Schäden. Zu den Betroffenen zählen zwei Mitarbeiter der Energiebranche. Trotz der Schäden gelang es den Fachleuten, die Stromversorgung für 110.000 Haushalte schnell wiederherzustellen.

Die schwersten Stromausfälle wurden in den Stadtteilen Swjatoschynskyj, Obolonskyj und Schewtschenkyj verzeichnet. Einsatzteams führen weiterhin Reparaturarbeiten durch, um den Strom für weitere 30.000 Bewohner wiederherzustellen, die aufgrund beschädigter Netze ohne Versorgung geblieben sind.

Beseitigung der Angriffsfolgen

Mitarbeiter des staatlichen Dienstes für Notfälle (GSCHS) arbeiten weiterhin an den am stärksten beschädigten Objekten. An einigen Orten werden weiterhin Brände gelöscht, während an anderen Stellen bereits Aufräumarbeiten durchgeführt werden.

Während der nächtlichen Einsätze gelang es den Rettungskräften, einen Bewohner eines der beschädigten Häuser zu befreien, der in seiner eigenen Wohnung eingeschlossen war. Nach dem Abschluss der Brandbekämpfung beginnt die nächste Phase der Folgenbeseitigung, an der zusätzliche Notdienste beteiligt sein werden. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Häuser so schnell wie möglich wieder bewohnbar zu machen.

Umfang des Angriffs

In der Nacht und am Morgen des 2. Juni griffen russische Truppen das Gebiet der Ukraine mit 73 Raketen und 656 Kampfdrohnen an. Laut den Luftstreitkräften der ukrainischen Streitkräfte gehörten acht Hyperschallraketen vom Typ „Zirkon“ zu den eingesetzten Waffen. Dies war die bisher höchste Zahl an gleichzeitig eingesetzten Raketen dieses Typs seit Beginn des umfassenden Krieges.

Im Gegensatz zu früheren massiven Angriffen, bei denen Kiew das Hauptziel war, trafen diesmal mehrere Regionen gleichzeitig, darunter die Oblaste Dnipro, Charkiw, Saporischschja und Poltawa.