In Kiew wurden erste Ergebnisse der Rettungsoperationen nach dem massiven Angriff der russischen Streitkräfte in der Nacht zum 6. Juli zusammengefasst. Die Zahl der Todesopfer infolge des kombinierten Angriffs mit Raketen und Kampfdrohnen ist auf 19 gestiegen. Die größten Zerstörungen wurden in der Hauptstadt sowie in der Oblast Kiew und der Stadt Wyschnowe registriert.
Lage im Stadtteil Darnyzi
Im Stadtteil Darnyzi von Kiew, der zu einem der Epizentren der Tragödie wurde, sind die Such- und Rettungsarbeiten abgeschlossen. Die Rettungskräfte haben die Leichen von 11 Toten aus den Trümmern eines zerstörten Hochhauses geborgen. Zu den Opfern gehören ein 12-jähriger Junge und seine Mutter, deren Leichen nachts geborgen wurden. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, bestätigte die Information, dass infolge des feindlichen Angriffs auf die Hauptstadt 19 Menschen getötet wurden.
Suche geht im Stadtteil Podil weiter
Die Lage bleibt kritisch im Stadtteil Podil, wo die Such- und Rettungsarbeiten andauern. Dort wurde bereits der Tod von 8 Menschen bestätigt. Vorläufigen Angaben zufolge könnten sich unter den Trümmern des zerstörten Hauses in diesem Stadtteil noch etwa zehn weitere Personen befinden. Die Rettungskräfte setzen die Operationen zur Bergung von Leichen und zur Suche nach Überlebenden fort.
Verletzte und Folgen
Insgesamt wurden bei dem Angriff 76 Menschen verletzt. 24 von ihnen befinden sich in Krankenhäusern, darunter zwei schwer verletzte Kinder. Der Außenminister Andrej Sybiha teilte mit, dass infolge des Angriffs mit ballistischen Raketen auf Kiew eine ganze Familie ums Leben kam.
Tag der Trauer
Infolge der tragischen Ereignisse wurde am 7. Juli in Kiew ein Tag der Trauer ausgerufen. In der Stadt werden die Flaggen auf Halbmast gesetzt und alle Unterhaltungsveranstaltungen abgesagt. Diese Entscheidung unterstreicht das Ausmaß der menschlichen Verluste und der Zerstörungen, die der Hauptstadt zugefügt wurden.