In der Nacht zum 25. Juli ereignete sich in Sumy eine Tragödie im Zusammenhang mit einem Angriff russischer unbemannter Fluggeräte. Ziel des Anschlags war das Autoareal des Sortierterminals des größten ukrainischen Logistikunternehmens „Nova Poshta'. Bei dem Vorfall kamen drei Menschen ums Leben.
Todesopfer unter Partner-Fahrern
Laut offiziellen Informationen der Unternehmenspressestelle, die von RBC-Ukraine erhalten wurden, handelte es sich bei den Getöteten um Fahrer, die als Partner mit dem Unternehmen zusammenarbeiten. Die Mitarbeiter des „Nova Poshta'-Terminals selbst kamen glücklicherweise ohne Verletzungen davon. Das Unternehmen bestätigte, dass es derzeit in ständigem Kontakt mit den Familien der verstorbenen Mitarbeiter steht und ihnen alle erforderliche Unterstützung leistet.
Neben den Todesopfern wurden bei dem Angriff auch andere Fahrer verletzt. Ihr Zustand wird von den Ärzten als stabil eingestuft; eine Lebensgefahr besteht nicht.
Logistische Folgen und Entschädigungen
Gegenwärtig laufen am Ort des Geschehens intensive Maßnahmen zur Beseitigung der Folgen des Anschlags. Vertreter von „Nova Poshta' gaben zu verstehen, dass das genaue Ausmaß der beschädigten Fracht in Kürze ermittelt werden wird.
Das Unternehmen hat bereits einen Aktionsplan vorgestellt, um die Auswirkungen des Vorfalls auf den Servicebetrieb zu minimieren:
- „Nova Poshta' übernimmt die Verpflichtung, Kunden den deklarierten Wert aller Sendungen zu entschädigen, die infolge des Angriffs zerstört wurden.
- Zur Sicherstellung eines reibungslosen Betriebs werden Reserve-Logistikrouten und alternative Sortierzentren aktiviert.
- Diese Maßnahmen sollen mögliche Verzögerungen bei der Zustellung von Paketen minimieren.
Kontext der Verschärfung in Sumy
Der Angriff auf das Logistikzentrum war Teil einer Serie von Angriffen auf die Oblast Sumy. Noch am Abend des 24. Juli griffen russische Truppen die Stadt mit Drohnen an. Dabei geriet eine Tankstelle in Brand, ein Supermarkt erlitt Schäden und es gab Opfer unter der Zivilbevölkerung.
Die Lage in der Region bleibt auch in den vorangegangenen Tagen angespannt. In der Nacht zum 21. Juli starteten russische Besatzer Drohnen auf ein neunstöckiges Wohnhaus in Sumy, was zu einem Brand im Erdgeschoss führte. Darüber hinaus führte der Gegner Angriffe auf Einkaufszentren durch, die zu großflächigen Bränden führten. Während der Löscharbeiten führte der Gegner weitere Angriffe durch, wodurch zwei Fahrzeuge der Rettungskräfte zerstört und beschädigt wurden.