Am Vorabend eines großangelegten militärischen Schlags, der den Nahen Osten hätte erschüttern sollen, vollzog sich in der Region eine dramatische Wende. Der US-Präsident Donald Trump kündigte offiziell die Absage des für dieses Wochenende geplanten Angriffs auf den Iran an. Grund für diese Entscheidung war die dringende Erreichung vorläufiger Friedensvereinbarungen, die die geopolitische Landkarte der Region grundlegend verändern könnten.
Macht, die seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen wurde
In einer Erklärung auf dem sozialen Netzwerk Truth Social enthüllte Trump Details zur Vorbereitung der Operation. Nach seinen Angaben befanden sich die US-Streitkräfte in einem Zustand vollständiger Kampfbereitschaft – „gesichert und geladen“ (locked and loaded). Der US-Führer betonte, dass das Ausmaß der militärischen Macht, Stärke und Einschüchterung, die gegen den Iran konzentriert wurden, seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zu sehen war.
Doch trotz der Bereitschaft, einen vernichtenden Schlag zu führen, entschied sich Washington für eine Pause. Trump erklärte dies damit, dass der Iran und andere Staaten des Nahen Ostens ihn gebeten hätten, den Angriff aufzuschieben. Die Parteien hätten laut Präsident bereits die wesentlichen Parameter des Deals abgestimmt.
Schlüsselbedingungen des Deals: Hormusstraße und Atomprogramm
Der Kern des vorgeschlagenen Abkommens reduziert sich auf zwei fundamentale Forderungen, die nach Ansicht des Weißen Hauses die Garantie für Stabilität darstellen:
- Hormusstraße: Sofortige, vollständige und endgültige Öffnung des strategisch wichtigen Seewegs für die Schifffahrt.
- Atomare Bedrohung: Vollständige Beseitigung der atomaren Bedrohung durch den Iran.
Trump hob besonders hervor, dass Israel mit Washington im Beschluss einig ist, das Feuer zu unterbrechen, um der Diplomatie eine Chance zu geben. Dennoch bleibt die Seeblockade der iranischen Häfen durch die US-Marine bis zur rechtlichen Unterzeichnung aller erforderlichen Dokumente in Kraft.
Hinter den Kulissen: Anruf aus Riad und Sorgen um die Ölversorgung
Insider berichten, dass hinter diesem diplomatischen Manöver ein harter Druck der Verbündeten steht. Ein Schlüsselfaktor war das dringende Telefonat zwischen Donald Trump und dem Kronprinzen von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman. Riad äußerte tiefe Besorgnis darüber, dass Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Irans die gesamte Region in Brand setzen und den Weltölmarkt zusammenbrechen lassen könnten.
Zuvor hatte Washington bereits eine Serie von Schlägen als Antwort auf den ballistischen Angriff des Irans auf eine Basis in Katar durchgeführt. Die neuen Schläge, die für das Wochenende geplant waren, sollten das Energiesystem des Irans zerstören, doch nun wurde diese Bedrohung zugunsten von Verhandlungen aufgeschoben.
Reaktion Teherans: Skepsis und Warnungen
Trotz Trumps Optimismus bleibt die Reaktion des offiziellen Teherans zurückhaltend. Das staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars hat die vorgelegten Bedingungen bereits als „Liste unrealistischer Wünsche“ bezeichnet. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi warnte die Nachbarländer in der Region davor, dass jede Unterstützung der USA bei der Logistik militärischer Operationen auf eine harte, proportionale Antwort stoßen werde. Verhandlungen unter Vermittlung Dritter laufen weiterhin im geschlossenen Modus.