Die Vereinigten Staaten bereiten sich auf eine großangelegte Militäroperation gegen den Iran vor. Wie US-Präsident Donald Trump in seinem sozialen Netzwerk Truth Social mitteilte, werde Teheran am Donnerstagabend, dem 11. Juni, einen „sehr harten Schlag' erleiden. Diese Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund einer Verschärfung der Spannungen in der Region und einer Serie gegenseitiger Vorwürfe.
Plan zur Eroberung der Ölinfrastruktur
In seiner Mitteilung beschränkte sich der Chef des Weißen Hauses nicht nur auf Drohungen, sondern nannte konkrete strategische Ziele. Trump betonte, dass die US-Streitkräfte in naher Zukunft die Insel Hark und die dort befindlichen Ölinfrastruktur-Objekte erobern werden. Laut dem Präsidenten werden die USA die volle Kontrolle über die iranischen Öl- und Gasmärkte übernehmen.
„Wir werden dies tun, genau wie wir es mit Venezuela gemacht haben', fügte Trump hinzu und zog einen Vergleich zu früheren Aktionen Washingtons in Lateinamerika.
Lage an der Front: Hubschrauber und Gegenangriffe
Die Eskalation des Konflikts begann bereits am 9. Juni. An diesem Tag teilte Donald Trump mit, dass iranische Streitkräfte einen amerikanischen Kampfhubschrauber vom Typ AH-64 in der Nähe der Straße von Hormabschossen. Als Reaktion auf diesen Vorfall drohte der Präsident Teheran mit neuen Angriffen.
Die Nacht zum 10. Juni markierte den Beginn der aktiven Phase des Konflikts: Die USA führten Angriffe gegen iranische Luftabwehrsysteme, Kommandozentralen und eine Reihe anderer militärischer Ziele durch. Als Antwort darauf erklärte Teheran, Angriffe auf amerikanische Ziele im Nahen Osten durchgeführt zu haben.
Einschätzung der gegnerischen Kräfte und Druck auf die Verhandlungen
In seiner letzten Erklärung äußerte Trump die Überzeugung, dass das Verteidigungspotenzial des Irans praktisch zerstört sei. Er behauptete, dass die iranische Marine, Luftwaffe, Radarsysteme und Luftabwehrmittel bereits „verschwunden' seien.
Der politische Kontext der Verschärfung hängt mit den Verhandlungen zusammen. Trump warf dem Iran vor, den diplomatischen Prozess hinauszuzögern, und erklärte, dass das Land für solche Handlungen „bezahlen' müsse. Am Vorabend berichteten amerikanische Medien, dass der Präsident eine Sitzung im Lagezentrum des Weißen Hauses abhielt, bei der die Wiederaufnahme der Angriffe diskutiert wurde. Unter den erwogenen Optionen befand sich eine kurzfristige, aber großangelegte Operation, die darauf abzielte, den Druck auf den Iran während der Verhandlungen zu erhöhen.
Reaktion des Pentagons und Beginn der Bombardierungen
Der Chef des Pentagons, Pete Hegseth, bestätigte die Bereitschaft zu sofortigen Maßnahmen und erklärte, dass ein neuer Schlag bereits in der kommenden Nacht oder innerhalb von 24 Stunden erfolgen könnte. Die militärischen Prognosen erfüllten sich: In der Nacht zum 11. Juni setzten die USA die Bombardierungen des iranischen Territoriums fort.