Auf dem Gipfel der „Großen Sieben“ (G7) hat der US-Präsident Donald Trump harte Bedingungen genannt, unter denen Washington bereit ist, den Frieden mit Teheran zu wahren. Der Chef des Weißen Hauses warnte, dass der Iran genau zwei Monate Zeit habe, die Verpflichtungen eines neuen Abkommens zu erfüllen. Andernfalls seien die USA bereit, militärische Operationen wiederaufzunehmen.
Ultimatum in Genf
Laut RBC-Ukraine erklärte Trump direkt, dass es eine zeitliche Begrenzung für die Umsetzung des Memorandums of Understanding gebe. „Wenn alles nicht innerhalb von 60 Tagen erfüllt ist, ist das nichts Schlimmes. Wir werden wieder mit den Bombardierungen beginnen“, zitiert das Medium den amerikanischen Führer.
Trotz der Bedrohung einer Eskalation betonte der US-Präsident, dass er keine militärischen Aktionen anstrebe, da sich die aktuelle Situation günstig entwickle. Er unterstrich jedoch die absolute Unbereitschaft, die Entwicklung des iranischen Atomprogramms zuzulassen: „Aber vielleicht müssen wir das tun, weil wir ihnen unter keinen Umständen erlauben werden, Atomwaffen zu erhalten“.
Wesen der Vereinbarungen
Die Grundlage des Konflikts ist ein Dokument, über dessen Erreichung Trump am 14. Juni berichtete. Gemäß den Bedingungen der Friedensvereinbarungen verpflichtet sich der Iran, die freie Schifffahrt durch den strategisch wichtigen Ormus-Straße wiederherzustellen. Im Gegenzug müssen die USA die Seeblockade der iranischen Häfen aufheben.
Die offizielle Unterzeichnung des Memorandums ist für den 19. Juni in Genf geplant. Nach der Festlegung des Waffenstillstandsregimes beabsichtigen die Parteien, schwierige Verhandlungen über die Zukunft des iranischen Atomprogramms aufzunehmen. Trump warnte, dass genau das Fehlen einer endgültigen Einigung in dieser Frage zum Auslöser für die Wiederaufnahme der Angriffe werden könnte.
Israel bleibt von den Verhandlungen ausgeschlossen
Die Situation rund um das Abkommen hat einen unerwarteten Wendepunkt in den Beziehungen zwischen den Verbündeten gebracht. Wie CNN berichtet, hat Israel, ein Schlüssel partner der USA im Nahen Osten, Washington gebeten, den Text des Abkommens mit dem Iran zur Verfügung zu stellen. Die amerikanische Seite verweigerte jedoch den Zugang zum Dokument. Somit bleibt Tel Aviv vorerst im Unklaren über die Details der Vereinbarung, die die regionale Sicherheit grundlegend verändern könnte.