Am 7. Juli wurde in der Oblast Kiew offiziell ein Tag des Trauers ausgerufen. Diese Entscheidung wurde im Zusammenhang mit dem Tod von Zivilisten getroffen, die bei einem großangelegten russischen Angriff am Vortag ums Leben kamen. Der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Kiew, Nikolai Kalaschnik, bestätigte die Ausrufung der Trauerveranstaltungen und betonte die Schwere des Verlustes.
Menschliche Opfer und Beileidsbekundungen
Laut offiziellen Angaben kamen bei dem Angriff acht Menschen ums Leben. In seiner Ansprache drückte der Leiter der Regionalverwaltung sein tiefes Mitgefühl den Familien der Verstorbenen aus und hob die Tragik der Situation hervor: „Acht Leben, die Russland geraubt hat. Acht Familien, für die dieser Tag das Leben für immer in ein ‚vorher‘ und ‚nachher‘ geteilt hat“.
Nikolai Kalaschnik betonte zudem die Art des Geschehens und erklärte, dass die Handlungen des Gegners eindeutig auf einen Krieg gegen die Zivilbevölkerung hindeuten. Raketenangriffe und Drohnenangriffe treffen weiterhin Wohnviertel, zerstören Häuser und vernichten die Schicksale von Menschen.
Umfang der Zerstörungen in Wyschnowe
Der schwerste Schaden durch den kombinierten Angriff in der Nacht vom 6. Juli, bei dem Raketen und Kampfdrohnen eingesetzt wurden, erlitt Wyschnowe im Rajon Butschatsch. Laut Angaben der lokalen Behörden führten die Treffer zur Zerstörung von etwa fünf Straßen in der Stadt.
Dutzende Wohnhäuser erlitten Schäden unterschiedlicher Schwere. Die Lage vor Ort blieb kritisch: Es brannten weiterhin Brände, und die Rettungskräfte arbeiteten unter der realen Gefahr einer erneuten Detonation von Munition.
Evakuierungsoperation
Aufgrund der Lebensgefahr für die Bewohner wurde eine großangelegte Evakuierung durchgeführt. Aus der Stadt wurden mehr als 600 Menschen evakuiert. Die Rettungskräfte widmeten besonderes Augenmerk den Menschen, die sich in einem Schutzraum befanden, der sich im Epizentrum der Explosion befand. Im Rahmen der Rettungsaktion wurden 117 Personen aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich in Sicherheit gebracht.