In Russland ist vor dem Hintergrund der verschärften Treibstoffkrise ein starker Anstieg der Nachfrage nach der Installation von Gasfahrzeuganlagen (GFA) zu verzeichnen. Der Wunsch der Fahrer, Benzin zu sparen, ist auf eine neue Realität gestoßen: Werkstätten und Hersteller kommen mit der Flut an Aufträgen nicht mehr zurecht, und die Kosten für die Umrüstung steigen rasant.

Hysterie und Mangel an Kapazitäten

Laut Daten, die von RBC-Ukraine unter Berufung auf The Moscow Times zitiert werden, hat die Situation auf dem Markt für Dienstleistungen zur Umrüstung von Fahrzeugen auf Gas ihren Höhepunkt erreicht. Russische Medien berichten, dass die Anzahl der Anfragen in Werkstätten bereits im Juni im Vergleich zu März und April um 35 % gestiegen ist.

Dieser plötzliche Nachfrageanstieg hat dazu geführt, dass die Wartelisten für die Installation von GFA in vielen Werkstätten für die nächsten drei Monate voll sind. Kunden müssen auf ihren Platz warten, da die Kapazitäten der Autowerkstätten erschöpft sind.

Lieferprobleme und Preisanstieg

Schwierigkeiten haben nicht nur die Installateure, sondern auch die Zulieferer. Werkstätten beklagen einen akuten Mangel an notwendiger Ausrüstung. Die Lieferanten waren auf diese Hysterie nicht vorbereitet, und ihre Bestände sind schnell erschöpft.

Vor dem Hintergrund des Mangels haben sich die Kosten für GFA-Sets fast verdoppelt. Der Hauptproduzent der Ausrüstung – der „Nowogrudsker Werk für Gastechnik“ – kommt ebenfalls mit dem Volumen der eingehenden Aufträge nicht zurecht.

Heute verlangen russische Werkstätten für die Installation von „Gas“ zwischen 53.000 und 90.000 Rubel, ohne die Registrierung der Ausrüstung zu berücksichtigen.

Ursachen der Treibstoffhysterie

Den Hintergrund für diese Situation bilden die Rekordpreise für Benzin in Russland, die, laut Quellen, mit täglichen Angriffen der ukrainischen Streitkräfte zusammenhängen. Am 2. Juli griff die Ukraine eines der größten russischen Raffinerien an, was die Situation mit Logistik und Treibstofflieferungen verschlimmerte.

Der Kreml-Chef Wladimir Putin hat zuvor Probleme mit dem Treibstoff anerkannt, jedoch sind Experten der Meinung, dass er das tatsächliche Ausmaß der Krise herunterspielt hat.