In Sumy kam es zu einem weiteren Angriff auf zivile Infrastruktur. Ein russischer Kamikaze-Drohnen vom Typ „Schahed', der das Gelände des Bahnhofs angriff, wurde direkt über dem Gebäude abgeschossen. Die Trümmer fielen auf einen am Bahnhof stehenden Personenzug und verursachten einen Brand.

Laut der Pressestelle der „Ukrzaliznyzja' traf der Treffer den Zug Nr. 143 auf der Strecke Sumy – Rachiw. Durch das Herabfallen der Trümmer fing das Dach des letzten Wagens des Zuges Feuer.

Glücklicherweise konnte man Opfern vermeiden. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich die Passagiere und die Zugbesatzung in einem Schutzraum, sodass niemand verletzt wurde.

Mittlerweile ist der Zug bereits weitergefahren, jedoch mit einer erheblichen Verspätung von etwa fünf Stunden. Vertreter der Eisenbahngesellschaft erklärten, dass sie alles in ihrer Macht Stehende tun, um den Verspätung auszugleichen.

Serie von Angriffen auf Eisenbahnknotenpunkte

Der Vorfall in Sumy ist Teil einer anhaltenden Serie von Angriffen auf die Eisenbahninfrastruktur der Ukraine. Dies ist nicht der erste Angriff auf fahrbaren Zugmaterial in letzter Zeit.

Hier ist die Chronologie der jüngsten Angriffe:

  • 30. Mai: In Saporischschja griffen russische Truppen die Infrastruktur und Züge an. Dabei kam ein Lokführer ums Leben, zwei Eisenbahner wurden verletzt.
  • Jüngste Vorfälle in der Oblast Sumy: In der Stadt Schostka wurde das Bahnhofsgebäude durch direkte Treffer von Dutzenden Kamikaze-Drohnen zerstört. Die Bahnhofsanlagen wurden beschädigt.
  • 13. April: In der Oblast Dnipropetrowsk traf ein Angriff in der Nähe einer Lokomotive eines Güterzuges. Dank der rechtzeitigen Evakuierung gab es keine Verletzten.

Die Ereignisse in Sumy zeigen deutlich, dass Eisenbahnknotenpunkte weiterhin prioritäre Ziele für Angriffe bleiben, obwohl es in den meisten Fällen gelingt, Menschenleben durch das Warnsystem und Schutzräume zu retten.