Mittags am Mittwoch fand im Weißen Haus eine Notbesprechung der Lagebesprechungsräume unter Beteiligung des US-Präsidenten Donald Trump und führender Persönlichkeiten der nationalen Sicherheit statt. Die Tagesordnung der Sitzung konzentrierte sich auf die Diskussion von Szenarien für potenzielle neue Schläge gegen den Iran. Wie informierte Quellen der Publikation Axios berichten, fand das Treffen einige Stunden nachdem Trump öffentlich versprochen hatte, Teheran „bereits heute harte Schläge“ zu versetzen, statt.
Zusammensetzung der Teilnehmer und militärische Pläne
An den Verhandlungen nahmen hochrangige Beamte der Administration teil: Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, CIA-Direktor John Ratcliffe und der Vorsitzende des Joint Chiefs of Staff, General Dan Caine. Auch der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, schloss sich der Diskussion an. Verteidigungsminister Pete Hegseth nahm die Sitzung aus dem Hauptquartier des Central Command (CENTCOM) per Videokonferenz teil.
Später sprach Hegseth persönlich mit den Militärangehörigen und warnte sie vor harten Konsequenzen, falls der Iran nicht auf die Bedingungen des Abkommens eingeht. Laut Quellen erwägt der Präsident eine großangelegte, aber kurzfristige Militäroperation. Ziel dieses Schritts ist es, maximalen Druck auf die iranische Führung auszuüben, um sie zu einer Änderung ihrer Position in den Verhandlungen zu zwingen.
Diplomatie und Eskalation
Trotz der militärischen Vorbereitungen hofft Washington weiterhin auf eine friedliche Lösung. Am Mittwoch führten katarische Vermittler in Teheran Gespräche mit iranischen Beamten, um den seit mehreren Wochen laufenden Prozess wieder in Gang zu bringen. Die Position der USA bleibt jedoch hart: Ein Fehlen eines Durchbruchs in der Diplomatie könnte den Auslöser für den Einsatz von Gewalt darstellen.
Am Vorabend, am Dienstagabend, hatten die USA bereits ihre Bereitschaft zu Gegenmaßnahmen demonstriert, indem sie iranische Radaranlagen und Luftabwehrobjekte als Reaktion auf die Abschuss eines amerikanischen Hubschraubers angriffen. Diese Angriffe waren so geplant, dass sie keine menschlichen Opfer forderten und Raum für ein Abkommen ließen. Darüber hinaus berichtete Trump von einer geheimen Operation im Hormus-Sund, bei der Millionen Barrel iranischer Öl abtransportiert wurden.
Die Rolle Israels und Meinungsverschiedenheiten in den Ansätzen
Die Situation wird durch die aktive Rolle Israels verschärft, das weiterhin mit dem Iran Schlagabtausch betreibt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab zu, dass Jerusalem möglicherweise eigenständig handeln muss, da Trump die Unwilligkeit der israelischen Führung, die Kampfhandlungen fortzusetzen, nicht billigt. Der Region befindet sich somit in einem Zustand hoher Anspannung, in dem diplomatische Bemühungen mit der realen Bedrohung einer Eskalation einhergehen.