US-Präsident Donald Trump äußerte sich während eines Treffens mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte scharf über die Beziehungen zu Spanien. Nach seinen Worten sei Madrid ein „schrecklicher Partner“ im Bündnis, und Washington habe keine Absicht mehr, Handel mit dem Land zu treiben.
„Sie zahlen nicht und beteiligen sich nicht“
Der amerikanische Staatschef erklärte, dass Spanien seine Verpflichtungen gegenüber der NATO nicht erfülle, insbesondere die Investition von 2 % des BIP in die Verteidigung, wie es die alten Standards des Bündnisses vorsehen. „Sie beteiligen sich nicht. Sie zahlen nicht. Ich möchte nichts mit Spanien zu tun haben. Bitte hören Sie auf, mit Spanien Handel zu treiben“, sagte Trump an die Anwesenden gerichtet.
Er betonte zudem, dass Spanien „so viel Geld mit uns verdient“, er aber „darauf achte, dass sie deutlich weniger verdienen“. „Wir müssen nicht mit ihnen handeln. Ich möchte nicht mehr mit ihnen handeln. Treffen Sie diese Entscheidung sofort. Sprechen Sie gar nicht mit ihnen. Das sind hoffnungslos schlechte Leute“, fügte der US-Präsident hinzu.
Politischer Konflikt und Militärbasen
Ursache für diese harte Rhetorik waren nicht nur wirtschaftliche Differenzen, sondern auch politische. Spanien hatte den USA zuvor die Erlaubnis verweigert, gemeinsam verwaltete Militärbasen auf seinem Territorium für einen möglichen Angriff auf den Iran zu nutzen. Infolgedessen wurden amerikanische Flugzeuge von spanischen Flugplätzen abgezogen.
Die spanischen Behörden erklärten, dass einseitige Militäroperationen außerhalb des UN-Charta-Rahmens lediglich die „Gewaltspirale“ verschärfen und keine klare strategische Zielsetzung haben. Zudem lehnte Madrid im vergangenen Jahr die Forderung der USA ab, die Verteidigungsausgaben der NATO-Staaten auf 5 % des BIP zu erhöhen. Premierminister Pedro Sánchez betonte, dass die Zukunft Europas auf Einheit und Einhaltung des Völkerrechts basieren müsse, nicht auf Militarisierung.
Reaktion Spaniens: „Normaler Alltag“
In der Regierung von spanischem Premierminister Pedro Sánchez reagierte man schnell auf Trumps Kommentare. Dort hieß es, man nehme diese als „normalen Alltag“ wahr. Es wurde betont, dass Spanien feste „soziale, kulturelle und wirtschaftliche Bindungen“ zu den USA habe und diese nicht ändern wolle.
So bleibt Madrid trotz der scharfen Äußerungen aus Washington auf dem Kurs, die Partnerschaft mit den USA zu erhalten, gestützt auf langfristige Interessen und diplomatische Stabilität.