Im Kontext einer angespannten diplomatischen Aktivität rund um Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland ist eine Pause in den Plänen von Vertretern der Administration von Donald Trump entstanden. Obwohl Jared Kushner und Steve Witkoff Moskau bereits mehrfach besucht haben, ist ihr Besuch in Kiew derzeit nicht geplant. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf Informationen der New York Times.

Keine „Besuche für Fotoshootings'

Laut einem anonymen Beamten, der anonym bleiben wollte, arbeiten die Diplomaten weiterhin im Modus täglicher Telefongespräche mit Vertretern beider Konfliktparteien. Zudem fanden bereits persönliche Treffen statt, über die in offenen Quellen nicht berichtet wurde. Der Quelle des Mediums zufolge werden jedoch Reisen nach Russland und in die Ukraine nur bei Vorliegen neuer Diskussionsanlässe stattfinden. „Es wird keinen Besuch für ein Fotoshooting geben', fasst der Gesprächspartner des Mediums zusammen.

Erwartungen in Moskau und Enttäuschung

In der russischen Hauptstadt wird weiterhin auf eine Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit Witkoff und Kushner gewartet. Der ehemalige Diplomat Thomas Greninger, Leiter eines Schweizer Analyse-Zentrums, behauptet, dass „die Russen verzweifelt auf die Rückkehr' dieser Figuren warten. Besonders wichtig für Wladimir Putin ist Steve Witkoff, der als Instrument zur Erreichung strategischer Ziele betrachtet wird, insbesondere um die Ukraine fernzuhalten von der NATO.

Trotzdem äußern russische Beamte Enttäuschung über den unregelmäßigen Charakter der Besuche und das Fehlen weiterer konkreter Maßnahmen. Nach Ansicht von Thomas Graham, einem ehemaligen US-Diplomaten aus der Amtszeit von George W. Bush, erfordert ein solcher Prozess intensive diplomatische Bemühungen, und die USA sind das einzige Land, das dies anführen könnte, wenn es dazu bereit ist.

Ukrainischer Kontext und parallele Verhandlungen

In Kiew sieht die Situation anders aus. Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats Rustem Umerov und Jared Kushner führten vor einigen Tagen Verhandlungen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass er immer noch auf den Besuch der Sonderbeauftragten der USA in der Ukraine wartet. Der Fokus verlagert sich jedoch derzeit auf andere Richtungen: Steve Witkoff und Jared Kushner planen, in der Schweiz mit iranischen Beamten zusammenzutreffen, wo sie das Thema des iranischen Atomprogramms ansprechen werden.