US-Präsident Donald Trump hat sich in seinem sozialen Netzwerk Truth Social scharf zu Wort gemeldet und tiefes Skepsis gegenüber Berichten über eine angebliche massive Unterstützung des Irans durch China und Russland geäußert. Der Chef des Weißen Hauses betonte, er halte solche Behauptungen für Erfindungen politischer Gegner.

Reaktion des Weißen Hauses und Haltung des US-Präsidenten

In seinem Beitrag wählte der amerikanische Staatschef deutliche Worte für Kritiker und bezeichnete Kommentatoren, die Gerüchte verbreiten, als „radikale linke Idioten und Verrückte“. Laut Trump bewegt sich jegliche tatsächliche Interaktion zwischen Peking, Moskau und Teheran auf einem extrem niedrigen Niveau. Der Politiker ist überzeugt, dass sowohl China als auch Russland zu viele wirtschaftliche und geopolitische Interessen auf dem Spiel stehen haben, um einen offenen Konflikt mit den Vereinigten Staaten zu riskieren.

Widersprüchliche Daten

Donald Trumps Erklärung steht im Widerspruch zu zahlreichen analytischen Berichten und Recherchen westlicher Medien aus den letzten Jahren. So berichtete die angesehene Financial Times im September, dass Moskau Teheran angeblich jahrelang heimlich bei der Entwicklung fortschrittlicher Überschall-Marschflugkörper unterstützt habe. Darüber hinaus ging Washington im Mai 2026 aktiv der Version nach, dass iranische Kräfte chinesische Waffen und Frühwarnsysteme bei einem Zwischenfall mit einem US-Kampfjet vom Typ F-15E Strike Eagle eingesetzt haben könnten. Auch offizielle Stellen, darunter US-Finanzminister Scott Bessent, hatten Russland zuvor öffentlich aufgefordert, jede Unterstützung für die iranische Führung einzustellen.

Risikoanalyse und Folgen für die globale Sicherheit

Experten weisen darauf hin, dass die öffentliche Herabspielung der Hilfe aus Russland und China Teil einer umfassenderen diplomatischen Strategie Washingtons sein könnte. Einerseits bemüht sich die US-Regierung, die ohnehin angespannten Beziehungen zu den beiden Atommächten nicht auf die Spitze zu treiben. Andererseits überwacht der amerikanische Geheimdienst weiterhin jegliche technologischen und militärischen Transfers in den Nahen Osten, um sich der regionalen Bedrohungen bewusst zu sein.