Washington hat eine unerwartete Wende in der Diplomatie vollzogen. Der US-Präsident Donald Trump hat offiziell den Beginn einer neuen Verhandlungsrunde mit dem Iran angekündigt. Die entscheidende Voraussetzung für diesen Schritt war die Entscheidung des Weißen Hauses, von geplanten Militärschlägen gegen die Islamische Republik abzusehen, um einer friedlichen Konfliktlösung eine Chance zu geben.
Dringender Dialog an Bord der Air Force One
Die dringende Erklärung zur Kursänderung von der militärischen zur diplomatischen Lösung gab Trump, während er sich auf dem Weg an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One befand. Laut dem Staatsoberhaupt soll der Dialog mit Teheran bereits am Montag, dem 3. August, beginnen.
Der amerikanische Führer betonte, dass die iranische Seite das Ausmaß eines möglichen Angriffs erkannte, aber entschied, es nicht zu einem militärischen Konflikt kommen zu lassen. „Offensichtlich wollen sie nicht angegriffen werden. Sie wussten vom Ausmaß des Angriffs, weil sie sahen, wie er vorbereitet wurde. Jetzt sprechen wir mit ihnen in Form von Verhandlungen. Sie beginnen morgen am Nachmittag“, kommentierte Trump die Situation.
Gründe für den Verzicht auf den Angriff
Die Entscheidung, die militärischen Aktionen auszusetzen, wurde nicht einseitig getroffen. Am Vortag enthüllte Trump Details der Verhandlungen: Der Verzicht auf den Angriff erfolgte, nachdem Teheran und andere Länder des Nahen Ostens Washington gebeten hatten, von einem Angriff abzusehen. Laut dem Präsidenten geschah dies vor dem Hintergrund von Vereinbarungen über die Hauptpunkte des zukünftigen Abkommens.
Andererseits reagierte Teheran zuvor scharf auf die Drohungen der USA. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi warnte, dass Gegenmaßnahmen nicht nur gegen amerikanische Interessen, sondern auch gegen Staaten gerichtet sein könnten, die an möglichen Angriffen teilnehmen.
Der Ölmarkt reagierte sofort
Die Nachricht über die Deeskalation des Konflikts im Nahen Osten löste eine heftige Reaktion an den Weltbörsen aus. Investoren, die die Aussichten auf eine diplomatische Lösung und die Stabilisierung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus sahen, passten die Energiepreise sofort an.
Zu Beginn des Handels zeigten die Ölpreise einen steilen Rückgang:
- Die Brent-Ölfutures fielen um 6,28 % – um 5,52 Dollar – und erreichten einen Wert von 82,41 Dollar pro Barrel.
- Amerikanisches WTI-Rohöl wurde um 6,22 % – um 5,27 Dollar – billiger und fiel auf 79,40 Dollar pro Barrel.
Der Markt nahm den Verzicht auf den Angriff als Signal für eine Verringerung der Risiken einer globalen Lieferkrise wahr, was sich sofort auf den Preis des „schwarzen Goldes“ auswirkte.