Nach Abschluss der Militäroperation gegen den Iran hat Washington seinen Fokus auf die Beilegung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine verlagert. Dies erklärte US-Präsident Donald Trump während eines Treffens mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron.
„Wir können etwas tun“
Laut dem amerikanischen Präsidenten führte er am 14. Juni produktive Telefongespräche sowohl mit Wolodymyr Selenskyj als auch mit Wladimir Putin. Trump äußerte die Überzeugung, dass beide Seiten zum Dialog bereit sind, und betonte die Bereitschaft der USA, als Vermittler aufzutreten.
„Wie ich es sehe, könnten wir in dieser Angelegenheit vielleicht etwas bewirken. Wirklich. Ich denke, beide sind dafür offen. Jetzt, da dies abgeschlossen ist, werden wir uns darauf konzentrieren und sehen, ob wir es zu Ende bringen können“, so Trump.
Der Preis des Krieges
Der Chef des Weißen Hauses legte besonderen Nachdruck auf die menschlichen Verluste. Nach seinen Angaben sterben monatlich etwa 25.000 Menschen infolge der Kampfhandlungen – zumeist Soldaten. „Das darf nicht passieren“, betonte er.
Kontakt mit Kiew und dem Kreml
Zuvor hatte eine Quelle von RBC-Ukraine berichtet, dass das Telefonat zwischen Trump und Selenskyj etwa 30 Minuten dauerte und alle Schlüsselaspekte des Konflikts umfasste. Der ukrainische Präsident bestätigte das Gespräch später und fügte hinzu, dass konkrete Schritte zur Herbeiführung des Friedens bereits jetzt diskutiert wurden.
Die Staatschefs vereinbarten ein persönliches Treffen im Rahmen des G7-Gipfels. Kiew hatte Moskau zuvor vorgeschlagen, ein Treffen zwischen Selenskyj und Putin im Rahmen desselben Gipfels zu organisieren, erhielt jedoch vom Kreml eine unbestimmte Antwort.
Neues Kapitel der Diplomatie
Die Verlagerung des US-Fokus vom Nahen Osten nach Europa könnte einen Wendepunkt in der Entwicklung der Ereignisse darstellen. Sollte Trump tatsächlich in der Lage sein, beide Seiten zu Verhandlungen zu mobilisieren, würde dies den Weg zu einer substanziellen Deeskalation ebnen – oder zumindest zu einer Pause in den Kampfhandlungen.