Rhetorik im Stil des Kalten Krieges

Im Vorfeld der Herbstwahlen zum US-Kongress hat Donald Trump das Hauptziel seiner Kampagne festgelegt: den Kampf gegen die Demokratische Partei. Auf der jährlichen Konferenz der Koalition „Faith and Freedom“ in Washington trat der US-Präsident mit scharfer Kritik an seinen Gegnern auf und nannte sie „Gottlose und Kommunisten“.

Die Rede fand im Hotel Washington Hilton statt, wo Trump sich an religiöse Konservative wandte. Er warf dem parteipolitischen Establishment Kapitulation vor linken Ideen vor und erklärte, die Demokraten hätten sich zu einer echten kommunistischen Partei entwickelt und nicht zu Sozialdemokraten.

„Die schwerwiegendste Bedrohung seit 250 Jahren“

Später erläuterte der Chef des Weißen Hauses seine Thesen in der sozialen Plattform Truth Social weiter. Er betonte, dass die Demokraten „eingefleischte kommunistische Gottlose“ seien und die schwerwiegendste Bedrohung für das Land seit seiner Gründung darstellen.

Trump fügte hinzu, dass Kommunismus „sehr leicht zu verkaufen“ sei, und merkte an, dass er selbst der „herausragendste Kommunist der Geschichte“ sein könnte, wenn er kostenlose Wohnungen und Nahrung bereitstellen würde. Allerdings würde dies, so seine Aussage, innerhalb von zwei bis drei Jahren zum Zusammenbruch des Landes, zu Leid und zum Tod von Menschen führen.

Auslöser waren die Wahlen in New York

Wie The Guardian berichtet, waren die Ergebnisse der demokratischen Vorwahlen in New York der Auslöser für solche Aussagen, bei denen drei linke Kandidaten siegten, die vom sozialistischen Bürgermeister Zoran Mamdani unterstützt wurden. Trump nannte sie „sehr problematische Personen“, die den „traditionellen amerikanischen Lebensstil zerstören“ und den Krieg gegen Christen wiederaufnehmen sowie „transgendere Verstümmelung von Kindern“ fördern wollen.

Neue Pässe und Zölldruck

Parallel zu seiner inneren Rhetorik kündigte die Trump-Administration ein Konzept für eine limitierte Ausgabe von Pässen anlässlich des Unabhängigkeitstages der USA an. Auf ihnen wird das Porträt des amtierenden Präsidenten abgebildet sein, was bereits für Skandal sorgte.

Zudem hat Trump die Praxis des zolltechnischen Drucks auf europäische Länder wieder aufgenommen. Er droht mit 100-prozentigen Zöllen auf alle Waren aus Staaten, die einen digitalen Steuerabzug auf amerikanische Unternehmen erheben.