US-Präsident Donald Trump hat auf dem G7-Gipfel eine bemerkenswerte Aussage zur Lage in der Ukraine getätigt. Nach seiner Ansicht liegt der Schlüssel zur Beendigung des Konflikts in einem direkten Dialog zwischen Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin, doch derzeit ist dieser Prozess blockiert.

«Sie wissen einfach nicht, wie sie sich einigen sollen»

Der amerikanische Staatschef betonte, dass er bereits separate Gespräche mit den Staatsoberhäuptern beider Länder geführt habe – sowohl persönlich mit dem ukrainischen Präsidenten als auch telefonisch mit dem russischen. Im Gespräch mit Putin habe Trump, wie er selbst sagte, wichtige Informationen geteilt, und das Gespräch bezeichnete er als „sehr erfolgreich“.

«Sie müssen reden, aber sie wissen einfach nicht, wie sie das tun sollen. Sie wissen einfach nicht, wie sie sich untereinander einigen sollen», zitiert RBC-Ukraine Trump.

Verluste der Seiten und die Rolle des Aggressors

Auf Fragen zum Verlauf der Kampfhandlungen lenkte Trump die Aufmerksamkeit auf die menschlichen Verluste. Er stellte fest, dass beide Seiten erhebliche Verluste erleiden, Russland jedoch mehr Soldaten verliere, da es die Rolle des Aggressors einnehme.

«Es scheint, als würden beide Seiten sehr viele Soldaten verlieren. Russland verliert mehr, weil sie angreifen. Wenn man in einem Krieg angreift, vorrückt, verliert man mehr Menschen», erklärte der US-Präsident.

Pläne für Verhandlungen und die Haltung Europas

Entsprechend zuvor geäußerten Plänen soll nach der Klärung der Situation rund um den Iran die Suche nach Wegen zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges zur nächsten Priorität für Washington werden. Trump hatte darauf hingewiesen, dass die Kampfhandlungen monatlich etwa 25.000 Menschenleben kosten.

In den Gesprächen mit Selenskyj wurde auch die Frage von Verhandlungen mit Putin auf US-Boden erörtert. Ein solches Format könnte, so die Meinung der amerikanischen Seite, es dem Kreml-Führer erschweren, einem direkten Dialog auszuweichen.

Parallel zu den Initiativen Washingtons schließt das deutsche Auswärtige Amt nicht aus, dass der Verhandlungsprozess bereits im Sommer beginnen könnte. Berlin ist der Ansicht, dass der Krieg faktisch in eine Sackgasse geraten ist, und Putin könnte eine diplomatische Lösung in Erwägung ziehen.