Der erste stellvertretende Leiter des Präsidentenamts der Ukraine, Serhij Kisliza, enthüllte in einem Interview Details des Dialogs mit der US-Regierung.据 ihm zufolge hat Donald Trump, der das Amt des US-Präsidenten angetreten hat, eine klare Vorstellung vom Verlauf des russisch-ukrainischen Krieges entwickelt und seine Sicht auf Wladimir Putin grundlegend geändert.
„Putin heute und vor einem Jahr sind zwei verschiedene Menschen'
Kisliza zitierte wörtlich aus dem Gespräch mit dem amerikanischen Führer. Trump merkte an, dass der russische Präsident im letzten Jahr erhebliche Veränderungen durchlaufen habe und faktisch zu einem anderen Menschen geworden sei. Diese Beobachtung wurde zu einem Schlüsselelement bei der Formulierung der neuen Position Washingtons.
Die Grundlage für diesen Schluss, so der ukrainische Diplomat, ist eine objektive Bewertung der Lage an der Front und der geopolitischen Fehlschläge Moskaus. Das Weiße Haus ignoriert laut Kisliza keine Fakten, die belegen, dass Russland seine Ziele nicht erreicht.
Liste der Misserfolge des Kremls aus Sicht der USA
Der ukrainische Beamte nannte konkrete Aspekte, die seiner Meinung nach in Washington wahrgenommen werden:
- Russland hat den Donbass trotz massiver Bemühungen immer noch nicht erobert.
- Scheitern in der Diplomatie: Niederlage bei den Wahlen in Eriwan und eine falsche Wette auf den Iran.
- Die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage innerhalb der Russischen Föderation.
- „Unglaublich beeindruckende Erfolge' der Ukraine bei tiefen und mittleren Schlägen auf das Territorium des Gegners.
„Das ergibt ein Bild, in dem Putin zumindest den Krieg nicht gewinnt, sondern ihn wahrscheinlich verliert', betonte Kisliza.
Entlarvung der Mythen über „Anchorage'
Ein besonderer Fokus im Interview lag auf Gerüchten über ein mögliches geheimes Abkommen zwischen Trump und Putin. Kisliza bezog sich auf die Aussage des US-Außenministers Marco Rubio, der deutlich machte, dass es kein Abkommen auf Alaska gab. Aus Sicht der ukrainischen Seite war dies ein wichtiges Signal von Washington, um „Schematismus' zu zerstreuen und die tatsächliche Lage aufzuzeigen.
Bereits zuvor hatte Kisliza den Zusammenbruch der russischen Wirtschaft prognostiziert und Details bevorstehender Treffen der Führer enthüllt. Die aktuellen Aussagen bestätigen lediglich, dass der Kurs der USA zur Unterstützung der Ukraine unverändert bleibt, trotz des Regierungswechsels im Weißen Haus.