Am Freitag veröffentlichte der US-Präsident Donald Trump ein Foto eines neuen 100-Dollar-Scheins, auf dem seine persönliche Unterschrift prangt. Die Veröffentlichung erfolgte einige Monate nachdem das US-Finanzministerium ähnliche Pläne angekündigt hatte. Die offizielle Bestätigung der Informationen wurde im Fernsehen von CNN und auf der Seite des Führers in der sozialen Netzwerk Truth Social bekannt gegeben.

Historische Entscheidung des Finanzministeriums

Die Initiative, die Unterschrift des amtierenden Staatsoberhauptes auf Geldscheinen zu platzieren, wurde bereits im März angekündigt. Damals erklärte der US-Finanzminister Scott Bessent, dass die Administration dieses Projekt zum 250-jährigen Bestehen des Landes umsetzen plant. Laut Bessent macht Trumps Beitrag zur Wirtschaft als Architekt des „Wiederaufstiegs Amerikas“ seine Unterschrift auf dem Geld nicht nur angebracht, sondern auch verdient.

In der Nacht zum 4. Juli präsentierte Trump persönlich das Layout des Geldscheins. Auf dem Bild ist deutlich zu erkennen, dass die Unterschrift des Präsidenten über der Unterschrift des Finanzministers platziert ist. Dies war ein Präzedenzfall: Bisher waren auf 100-Dollar-Scheinen nur die Unterschriften des Finanzministers und des US-Schatzmeisters zu finden, aber nie die des amtierenden Präsidenten.

Warum ein Porträt auf dem Schein schwierig ist

Die Situation mit den Geldscheinen hätte sich noch weiter entwickeln können, wenn es nicht gesetzliche Beschränkungen gäbe. Einige Kongressabgeordnete hatten zuvor vorgeschlagen, Trumps Porträt auf einer speziellen Jubiläumsschein im Wert von 250 Dollar zu platzieren. Dieser Plan stieß jedoch auf erhebliche Hindernisse, da er die Unterstützung demokratischer Senatoren erforderte.

Laut geltendem US-Gesetz darf auf der Währung und Wertpapieren des Landes nur das Porträt einer verstorbenen Person abgebildet werden. Dennoch bereiteten Mitarbeiter des Bureau of Engraving and Printing bereits Prototypen eines 250-Dollar-Scheins mit Trumps Porträt und Unterschrift vor. Im Mai erklärte Scott Bessent auf einem Pressebriefing im Weißen Haus der Journalistin Kaitlan Collins, er sehe nichts Verwerfliches daran, das Bild des amtierenden Präsidenten auf einem zum 250-jährigen Jubiläum gewidmeten Schein abzubilden.

Papiernspuren in der Geschichte

Journalisten von CNN stellen fest, dass die Platzierung seines Namens und Fotos auf staatlichen Dokumenten zu einem der wichtigsten Ziele von Donald Trump geworden ist. In diesem Jahr hat die Administration des Weißen Hauses bereits eine Reihe ähnlicher Initiativen umgesetzt: Das Foto und der Name des Präsidenten erschienen auf Gedenkpässen, Ausweisen für Nationalparks, Bannern vor Einrichtungen in Washington sowie auf speziellen Konten für Säuglinge.

Zudem wurde der internationale Flughafen Palm Beach im Bundesstaat Florida zu Ehren von Trump umbenannt. Derzeit hat sich CNN an das Finanzministerium gewandt, um zu fragen, ob die Produktion neuer Scheine mit der Unterschrift des Staatsoberhauptes bereits in Druck gegeben wurde.