US-Präsident Donald Trump äußerte im Weißen Haus gegenüber Journalisten seine Unterstützung für eine persönliche Begegnung der Staats- und Regierungschefs von Ukraine und Russland. Auslöser für die Diskussion war ein offenes Brief von Wolodymyr Selenskyj an Wladimir Putin.

Aufruf zum Kompromiss

Auf Fragen der Presse zu einem möglichen Dialog zwischen den Staatsoberhäuptern nannte Trump diese Initiative eine „sehr gute Idee“. Nach seiner Einschätzung sind beide Führer „gute Menschen“, die gemeinsame Nenner finden müssen. Der amerikanische Präsident betonte, dass Kompromisse notwendig seien, um die Verluste zu stoppen, die seiner Angabe zufolge monatlich an der Frontlinie 45.000 Menschen betragen.

„Ich denke, es wäre großartig, wenn sie sich treffen würden“, sagte Trump im Kommentar zum Vorschlag seines ukrainischen Amtskollegen.

Initiative Kiews

In seinem offenen Schreiben nannte Wolodymyr Selenskyj Daten über die Verluste der russischen Armee und schlug Verhandlungen unter der Bedingung eines Waffenstillstands entlang der gesamten Frontlinie vor. Darüber hinaus forderte der ukrainische Staatschef einen Austausch von Gefangenen „alle gegen alle“.

RBC-Ukraine bemerkt, dass Journalisten im Gespräch mit Trump auf einen möglichen Zusammenhang zwischen der Entscheidung Selenskyjs und der aktuellen Lage im Iran anspielten, wo die USA in einen Konflikt verwickelt sind.

Reaktion des Kremls

In Moskau hat man bereits auf den Brief des ukrainischen Präsidenten reagiert. Der Pressesprecher des Kremls, Dmitri Peskow, teilte mit, dass sich die Präsidentschaftsadministration mit dem Text des an Wladimir Putin gerichteten Schreibens unbedingt vertraut machen werde.