Der US-Präsident Donald Trump hat sich offiziell enthalten, den amtierenden israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei den bevorstehenden Parlamentswahlen am 27. Oktober 2026 zu unterstützen. Laut Quellen von Axios basiert die Entscheidung auf einer pragmatischen Kalkulation: Trump möchte sein politisches Kapital nicht für einen Kandidaten verschwenden, dessen Gewinnchancen rapide schwinden. Hinter den Kulissen des Weißen Hauses ist eine harte Einschätzung zu hören: „Bibi ist sein eigener größter Feind“.
Lügen im Oval Office und der Zusammenbruch der Umfragewerte
Der entscheidende Moment, der das Vertrauen Trumps untergrub, war das Treffen der Führer im Oval Office vor nur zwei Wochen. Laut Insider-Informationen fragte Trump Netanjahu direkt nach seinen aktuellen Umfragewerten. Nach einer peinlichen Pause beeilte sich ein Berater des Ministerpräsidenten, den amerikanischen Führer zu beruhigen: „Herr Präsident, er gewinnt“. In Washington liegen jedoch genaue Daten vor, die diese Worte widerlegen. Geheime Umfragen und Prognosen an der Polymarket-Börse zeigen, dass Netanjahus Koalition zusammenbricht: Anstatt der aktuellen 68 Sitze im Knesset könnte die Partei der regierenden Koalition nur 49–53 Mandate erhalten. Für die Bildung einer Regierung sind 61 Sitze erforderlich.
Die Situation wird dadurch verschärft, dass der ehemalige Chef des Generalstabs der israelischen Streitkräfte (Tsahal), Gadi Eisenkot, zum Hauptfavoriten des Rennens avanciert ist; seine Gewinnchancen werden mit 51 % gegenüber 37 % für Netanjahu eingeschätzt. Trump, bekannt für seine Abneigung gegen „Verlierer“, beabsichtigt nicht, einen Politiker öffentlich zu unterstützen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit die Wahlen in 75 Tagen verlieren wird.
Konflikt wegen des Plans für Gaza
Der letzte Tropfen, der die Abkühlung der Beziehungen auslöste, war Netanjahus öffentlicher Demarche in der Frage der Regelung im Gazastreifen. Präsident Trump schlug einen detaillierten 15-Punkte-Friedensplan vor, den der israelische Ministerpräsident jedoch in einer Kabinettssitzung ablehnte. Netanjahu erklärte, Israel werde seine Truppen nicht abziehen, bis der Hamas vollständig entwaffnet ist, und sabotierte damit faktisch die Initiative des Weißen Hauses.
Die Reaktion der US-Regierung war sofort und hart. Ein hochrangiger Beamter, zitiert von Axios, erklärte: „Gaza ist unsere Show, nicht seine. Wir haben das Unmögliche möglich gemacht und werden weitermachen.“ Netanjahus Weigerung, Trumps Plan zu unterstützen, wurde in Washington als Sabotage und als Versuch gewertet, die Autorität der amerikanischen Diplomatie zugunsten innerpolitischer Ziele zu untergraben.
Widersprüchliche Daten
Es gibt eine Diskrepanz in der Einschätzung der aktuellen politischen Lage zwischen den offiziellen Erklärungen der israelischen Seite und den Daten von Analyseagenturen. Einerseits bestanden Netanjahus Berater im Gespräch mit Trump auf einem sicheren Sieg der Koalition. Andererseits zeigen unabhängige Daten von Polymarket und geheime Umfragen einen Rückgang der Unterstützung für die regierende Koalition auf kritische Werte (49–53 Sitze). Diese Kluft zwischen der „offiziellen Version“ und der Realität wurde zum Auslöser für den Vertrauensverlust seitens Washingtons.
Fazit: Politische Isolation
Trumpes Weigerung, Unterstützung zu leisten, bringt Netanjahu in eine extrem verwundbare Position. Ohne das „grüne Licht“ aus Washington und vor dem Hintergrund sinkender Umfragewerte wird es praktisch unmöglich, die Macht zu behalten. Bis zu den Wahlen bleiben weniger als drei Monate, und Trump hat sich anscheinend bereits für eine Seite in diesem Konflikt entschieden, indem er sich von einem Politiker distanziert, der sich, seiner Meinung nach, selbst in eine Sackgasse manövriert hat.