Donald Trump steht vor einem beispiellosen Vertrauenskrise. Laut neuesten Daten der renommierten Zeitschrift The Economist ist sein Netto-Zustimmungsgrad auf minus 24 % gesunken – der niedrigste Wert bei einem amtierenden US-Präsidenten seit 16 Jahren. Dieser Rückgang wird im Rahmen einer regelmäßigen Überwachung erfasst, die bereits 2009 begann.

Die Dynamik des Negativs ist beeindruckend: Innerhalb einer Woche sank die Unterstützung des Staatschefs um weitere 1,9 Prozentpunkte. Heute billigen nur ein Drittel der Amerikaner (34 %) das Handeln des Weißen Hauses, während 58 % der Bürger offen ihre Unzufriedenheit mit seiner Politik zum Ausdruck bringen. Die Kluft zwischen Anhängern und Gegnern ist so groß wie nie zuvor während seiner Präsidentschaft.

Wirtschaft und Geopolitik: Doppelschlag

Analysten identifizieren zwei fundamentale Faktoren, die Trumps Popularität zusammenbrechen ließen. An erster Stelle steht die wirtschaftliche Agenda: Die Bürger sind enttäuscht vom Zustand der Wirtschaft und davon, wie die Verwaltung mit finanziellen Herausforderungen umgeht. Der zweite Schlag kam von außen – die Eskalation des Konflikts mit dem Iran hat eine Welle der Ablehnung in der Gesellschaft ausgelöst.

Besonders besorgniserregend für das Umfeld des Präsidenten ist die Geografie der Unzufriedenheit. Die Kritikwelle hat sogar jene Bundesstaaten erfasst, die ihm 2024 den Wahlsieg ermöglichten. Dies zeigt, dass Trump nicht nur das Vertrauen politischer Gegner verliert, sondern auch Teile seines traditionellen Wählerstamms.

Isolation im In- und Ausland

Die Situation verschärft sich dadurch, dass der Rückgang der Beliebtheit bereits unmittelbar nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 einsetzte. Damals unterstützten 47 % der Bürger Trump, doch seither sinkt die Kurve der Zuversicht kontinuierlich. Daten einer Umfrage von Reuters bestätigen: Die Ursache der Krise liegt nicht in den Aktionen der Demokraten, sondern in Fehlern der eigenen Partei.

Die Probleme beschränken sich nicht auf die inneren Grenzen der USA. Auch in Europa ist das Vertrauen in den amerikanischen Führer auf Null gesunken. Fast die Hälfte der Europäer (48 %) bezeichnet Trump als Feind des Kontinents. Spitzenreiter der Ablehnung sind Belgien und Frankreich, wo dies 62 % bzw. 57 % der Befragten tun. Gleichzeitig ist das Niveau der Negativität in Polen und Kroatien deutlich niedriger – 19 % und 37 %.