Im US-Außenministerium wurden die Aussichten auf einen Besuch des US-Präsidenten Donald Trump in der Ukraine kommentiert. Der offizielle Sprecher des Ministeriums, John Kirby, erklärte in einem Interview mit RBC-Ukraine, dass das Weiße Haus diese Idee vorerst nicht verworfen hat.

Das Fehlen einer Ablehnung als Zeichen des Interesses

Laut Kirby deutet allein die Tatsache, dass Donald Trump das Angebot, Kiew zu besuchen, nicht kategorisch abgelehnt hat, darauf hin, dass der Staatschef diesen Schritt erwägt. „Wenn Donald Trump nicht ‚nein‘ gesagt hat, bedeutet das natürlich, dass er darüber nachdenkt, er trifft diese Entscheidung selbst“, betonte der Sprecher des Außenministeriums.

Das Ministerium unterstreicht, dass die Entscheidung in der Zuständigkeit des Präsidenten liegt, der alle Umstände abwägt, bevor er eine endgültige Entscheidung trifft.

Die Frage der Sicherheit

Trotz des Fehlens einer direkten Ablehnung räumt das Außenministerium ernsthafte Hindernisse ein. Ein Schlüsselfaktor, der die Entscheidung beeinflusst, bleibt die Sicherheit. Kirby erinnerte daran, dass dieses Thema für amtierende Präsidenten der Vereinigten Staaten besonders sensibel ist.

„Er hat natürlich über die Sicherheit gesprochen, er weiß, dass dies ein Problem sein könnte, insbesondere für amtierende Präsidenten der Vereinigten Staaten“, betonte der Diplomat.

Die Geschichte der Einladung

Die Einladung, die ukrainische Hauptstadt zu besuchen, wurde Donald Trump während des NATO-Gipfels in Ankara am 8. Juli übermittelt. Das Treffen der Präsidenten der USA und der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, verlief in positivem Ton. Laut Kirby nahm Trump das Angebot an, gab jedoch keine sofortige Antwort, sondern beschränkte sich auf die Diskussion der aktuellen Lage.

„Er erhielt die Einladung, es war ein gutes Treffen, und er sagte nicht ‚nein, ich werde nicht kommen‘, er sprach einfach über die Situation, wie sie ist. Also werden wir sehen, wie es weitergeht“, fasste der Sprecher des Außenministeriums zusammen.