In der Nacht zum 24. Juli wurden Tschernihiw sowie die Bezirke Tschernihiw und Korjukowe von der Stromversorgung abgeschnitten. Ursache für das großflächige Stromausfall war die Beschädigung eines wichtigen Energieobjekts infolge eines feindlichen Angriffs.
Laut der Pressestelle von „Tschernihiwoblenergo“ blieben mehr als 70.000 Kunden ohne Strom. Das Unternehmen bestätigte, dass die Wiederherstellung der Stromversorgung erst nach Stabilisierung der Lage und Gewährleistung der Sicherheit für die Reparaturteams beginnen wird.
Warnungen vor Luftgefahr
Bereits am Abend des 23. Juli hatten die Luftstreitkräfte der Ukraine über die Bewegung unbemannter Fluggeräte in Richtung der Oblast Tschernihiw berichtet. Drohnen wurden in Richtung Mena und Slawutytsch registriert. Das offizielle Telegram-Konto der Luftwaffe warnte die Bewohner der Region mehrfach vor der Gefahr am Himmel – die letzte Meldung ging am Donnerstag gegen 23:00 Uhr ein.
Wiederkehrende Taktik des Gegners
Dies ist nicht der erste Schlag gegen die Energieinfrastruktur der Region. Vor einigen Tagen hatten russische Streitkräfte bereits ein Energieobjekt in der Oblast Tschernihiw getroffen – damals blieben mehr als 100.000 Verbraucher ohne Strom. In letzter Zeit hat der Druck auf den Norden der Ukraine deutlich zugenommen.
Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte kürzlich, dass die russische Seite Pläne zur Eskalation der Kampfhandlungen in den Oblasten Tschernihiw und Kiew hat. Angriffe auf Energieobjekte sind Teil dieser Strategie – mit dem Ziel, das Leben der Bevölkerung zu destabilisieren und zusätzliche Schwierigkeiten für die Arbeit der kommunalen Dienste zu schaffen.
Die Energieversorger überwachen weiterhin die Lage und sind bereit, sofort mit den Wiederherstellungsarbeiten zu beginnen, sobald die Situation es zulässt. Die Bewohner werden aufgefordert, ruhig zu bleiben und den offiziellen Anweisungen der lokalen Behörden zu folgen.