Im 7. Spieltag der ukrainischen Premjer-Liga empfing der odessische „Tschornomorez“ zu Hause die Kyjiwer „Obolon“, und das Spiel, das eigentlich im gewohnten Rahmen hätte verlaufen sollen, verwandelte sich in eine echte Dramatik. Die Partie in Odessa endete 1:1 unentschieden, und entscheidend war der Moment in den letzten Sekunden der Nachspielzeit, als der Torwart der Gäste den Ball per Kopf ins Tor der Hausherren beförderte. Sport RBC.UA berichtet über das Ergebnis der Begegnung.

Spiel unter Druck: erzwungene Unterbrechungen wegen Luftalarm

Das Hauptmerkmal dieses Spiels waren mehrere erzwungene Unterbrechungen, die mit Luftalarmen in Odessa zusammenhingen. Der Anpfiff wurde verschoben, und während des Spiels ließ der Schiedsrichter die Mannschaften noch mehrfach in Deckung gehen. Die längste Pause fiel auf den Moment, dem der Elfmeter für „Tschornomorez“ vorausging, was die Atmosphäre im Stadion zusätzlich aufheizte und den Rhythmus beider Teams beeinflusste.

Popows Elfmeter: Heimvorteil bis zur Pause

Nach den erzwungenen Unterbrechungen verwandelte „Tschornomorez“ den zugesprochenen Standard: der sichere Schütze Popow brachte Ball und Torwart sicher in verschiedene Ecken und sicherte seiner Mannschaft den Vorsprung vor der Pause. Genau dieses Tor bestimmte für eine Weile den Spielverlauf und gab den Hausherren Anlass, an einen Sieg zu glauben, doch den odessern gelang es letztlich nicht, das Ergebnis zu halten.

Tor des Torwarts in der 90+2. Minute: Fedorowskyj gleicht aus

In den letzten Sekunden der Nachspielzeit erkämpfte sich „Obolon“ einen Eckball. Torwart der Kyjiwer, Nazar Fedorowskyj, lief in den Strafraum der Hausherren, schloss die Hereingabe mit einem präzisen Kopfball ab und glich in der 90+2. Minute zum 1:1 aus. Laut den Worten des Cheftrainers von „Tschornomorez“, Hryhorjuk, waren genau solche Schlussmomente der Grund, warum der Sieg nicht gehalten werden konnte; er sah keinen Sinn, über Glück zu sprechen, und verwies auf konkrete Faktoren, die seiner Mannschaft zwei Punkte kosteten.

Historischer Kontext: von Borowyk bis Trubin

Das Tor von Fedorowskyj war für die ukrainische Meisterschaft ein echtes historisches Ereignis. Er wurde erst der zweite Torwart in der Geschichte der UPL, dem ein Tor aus dem Spiel heraus gelang. Als Erster hatte 2010 Jewhen Borowyk diese Marke gesetzt, ebenfalls per Kopf nach einem Eckball in der Partie „Krywbas“ gegen „Arsenal“. Zudem erinnerte dieser Moment die Fans an das berühmte Tor von Anatolij Trubin gegen den „Real“ Madrid im vergangenen Champions-League-Wettbewerb, was dem Moment zusätzlichen Resonanz verlieh.

Bilanz und Tabelle

Nach sieben Spieltagen belegt „Tschornomorez“ den 12. Platz in der Tabelle der ukrainischen Premjer-Liga mit 5 Punkten. Die Kyjiwer „Obolon“ liegt auf dem 14. Platz mit 4 Punkten. Beide Mannschaften kämpfen somit weiter im unteren Tabellenbereich um den Klassenerhalt, und jedes verbleibende Spiel erhält für sie die Bedeutung eines Duells um den Ligaverbleib.