Am 5. September fand im historischen Zentrum von Kiew das sechste Turnier der Veteranenliga für Faustkämpfe M13 FIGHTS statt. Diesmal beschlossen die Organisatoren, die gewohnten Grenzen von Sporthallen und Arenen zu verlassen: Ring und Podium wurden auf einer Barge aufgebaut, die am Flussbahnhof festgemacht war. Die Kämpfer betraten über das Podium die Bühne unter Applaus, und der gesamte Abend fand unter freiem Himmel auf dem Wasser statt. Das Programm umfasste etwa zehn Kämpfe, der erste davon wurde in echten Ritterrüstungen ausgetragen – das mittelalterliche Format wurde zu einer Visitenkarte der Liga.
Turnierformat: von K.o.s in der ersten Runde bis zum vollständigen Dreirundenkampf
Nach dem Reglement sollte jeder Kampf aus drei Runden bestehen, doch die meisten Militärs brachten ihre Gegner bereits in der ersten Runde auf die Matte. Ein vollständiger Dreirundenkampf war erst gegen Mitte des Turniers zu sehen. Ein solches Ergebnis war im Grunde die Ausnahme und nicht die Regel: Das Niveau der Teilnehmer der Liga, die ausschließlich aus aktiven Soldaten und Veteranen des russisch-ukrainischen Krieges besteht, erlaubt es, Kämpfe mit hoher Geschwindigkeit zu beenden. Unter den Teilnehmern befinden sich Verteidiger mit Verletzungen, Amputationen und ehemalige Kriegsgefangene, was jeden Ringauftritt zu mehr als nur einem Sportereignis macht – zu einer Demonstration von Standhaftigkeit.
Titelkampf: „Lawruha' verteidigte den Gürtel und sicherte sich den goldenen AK-47
Das Hauptereignis des Abends war der Titelkampf, in dem Wladyslaw Lawrynenko mit dem Rufnamen „Lawruha' – Kämpfer des 1. Korps der Nationalgarde der Ukraine „Asow' – seinen Titel als bester Kämpfer der Liga verteidigte. Lawrynenko bestritt alle drei Runden und zeigte Können und Ausdauer. In der dritten Runde erlitt sein Gegner einen Knockdown und gab den Kampf selbst auf. So verteidigte „Lawruha' erneut seinen Titel und erhielt den Hauptpreis des Turniers – ein goldenes AK-47-Gewehr, das zum Markenzeichen des Siegers von M13 FIGHTS wurde. Mit seinem tätowierten Arm und einem T-Shirt mit der Aufschrift über 1569 Tage in Gefangenschaft und dem Kampf für Verwundete und Gefangene hob der Kämpfer den Pokal vor dem von Seilen umgebenen Ring in die Höhe.
„Ich werde kämpfen, bis der letzte Kamerad aus russischer Gefangenschaft befreit ist'
Nach der Titelverteidigung machte Wladyslaw Lawrynenko eine emotionale Aussage, die die Bedeutung des gesamten Turniers zusammenfasste: „Ich werde kämpfen, bis der letzte Kamerad aus russischer Gefangenschaft befreit ist.' Diese Worte waren keine bloße Redewendung, sondern das Programm der gesamten Liga, für die der Sport ein Instrument der sozialen Mission ist. Das T-Shirt des Siegers mit der Aufschrift auf Ukrainisch – „Ich bin der, der für die Verwundeten kämpft, für die Gefangenen, und die Gefangenen für die Kriegsgefangenen. 1569 Tage in Gefangenschaft' – wurde zum visuellen Manifest des Abends und verband den Ring mit den realen Schicksalen ukrainischer Kriegsgefangener.
Was ist M13 FIGHTS: eine Veteranenliga mit Biker-Ästhetik
M13 FIGHTS ist eine Veteranenliga für Faustkämpfe und Kontaktkampfsportarten, die 2025 vom Militär-Motorradclub MEMORIA MMC auf Initiative des SSO-Veteranen Artem Grot ins Leben gerufen wurde. Das Projekt positioniert sich als wohltätige und soziale Plattform: Seine Ziele sind die psychologische Rehabilitation der Teilnehmer, die Stärkung des Kameradschaftsbandes und die Sammlung von Geldern für die Bedürfnisse ukrainischer Spezialeinheiten. Das Besondere an der Liga ist, dass ausschließlich Soldaten und Kriegsveteranen auf den Ring steigen, darunter auch solche, die Verletzungen, Amputationen oder Gefangenschaft überlebt haben. Die Hauptdisziplin bleibt der Faustkampf, doch das Programm wird durch Kämpfe nach den Regeln des traditionellen Boxens, des Kickboxens K-1, des Jiu-Jitsu und des mittelalterlichen Ritterkampfs ergänzt. M13 FIGHTS ist der sportliche Zweig der breiteren Veteranengemeinschaft M13, zu der auch Trainings- und Rehabilitationsräume, eine Schießausbildungsschule und ein Business-Hub gehören. Die Verbindung aus Biker-Ästhetik und Militärcultur formt ein einzigartiges Veranstaltungsformat, in dem der Fokus auf unerschütterlichem Charakter, Respekt und Unterstützung der Kameraden liegt. Erinnerung: Das vorherige, fünfte Turnier der Liga fand am 26. April in Chmelnyzkyj statt.