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title: "Tusk fordert von Selenskyj ein „klares Signal': Wie der Streit über die UPA und russische Desinformation das Bündnis Warschaus und Kiews gefährden"
description: "Donald Tusk forderte von Kiew ein klares Signal bezüglich des UPA-Skandals und nannte Selenskyjs Entscheidung misslungen. Warschau wartet auf Schritte der Ukraine, während Russland versucht, den Konflikt mit Fälschungen anzuzetteln. 🇵🇱🇺🇦🔥"
date: 2026-07-04T12:44:00.000Z
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# Tusk fordert von Selenskyj ein „klares Signal': Wie der Streit über die UPA und russische Desinformation das Bündnis Warschaus und Kiews gefährden

![Donald Tusk vor der polnischen Flagge fordert von Selenskyj ein klares Signal bezüglich UPA](https://xab.info/media/2026/07/04/tus-rekuiet-ot-ukrainy-chetkogo-signal-po-voprosu-upa/tus-rekuiet-ot-ukrainy-chetkogo-signal-po-voprosu-upa-1.webp)

Die diplomatische Krise zwischen Warschau und Kiew, die auf historischen Differenzen basiert, erfordert eine sofortige Lösung. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk erklärte direkt, dass er von der Ukraine entschlossene Schritte zur Deeskalation der bilateralen Beziehungen erwartet. Aus Sicht des polnischen Führers stellt die jüngste Entscheidung Kiews zur Ehrung historischer Figuren der UPA einen schweren Fehler dar, der die Situation verschärft hat.

### Brief von Juschtschenko und Forderung nach Gegenseitigkeit

Während einer jüngsten Pressekonferenz gab der Leiter der polnischen Regierung Details zum diplomatischen Dialog preis. Tusk berichtete, dass er mehrere Signale von ehemaligen und amtierenden ukrainischen Politikern erhalten habe. Insbesondere erwähnte er einen Brief des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Wiktor Juschtschenko, in dem ein Aufruf zur gemeinsamen Arbeit an der historischen Vergangenheit beider Länder enthalten ist.

Tusk betonte die Bedeutung solcher Initiativen, damit die Vergangenheit nicht die Zukunft diktiert, wies jedoch darauf hin, dass Warschau auf Gegenseitigkeit wartet. „Wir erwarten, dass die Ukraine nach dieser misslungenen Entscheidung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den ersten Schritt tut. Es wäre gut, ein sehr klares Signal aus Kiew zu hören. Sie versuchen es, aber wir möchten es dennoch klar hören', erklärte der polnische Ministerpräsident.

### Katalysator des Konflikts: Der Titel „Helden der UPA' und der Orden des Weißen Adlers

Die Situation spitzte sich Ende Mai zu, als Wolodymyr Selenskyj dem Unabhängigen Zentrum für Spezialoperationen der Streitkräfte der Ukraine den Ehrentitel „Helden der UPA' verlieh. Diese Entscheidung stieß auf scharfe Kritik polnischer Beamter. Die Ukrainische Aufstandsarmee bleibt eines der schärfsten Themen in den Beziehungen zwischen den Ländern aufgrund der Wolhynien-Tragödie von 1943. Polen erkennt diese Ereignisse offiziell als Völkermord an, während ukrainische Historiker sie als Teil eines bilateralen Konflikts betrachten.

Die Spannung erreichte ihren Höhepunkt, als der polnische Präsident Karol Nawrocki die Aberkennung des Ordens des Weißen Adlers von Selenskyj ankündigte. Als Reaktion darauf schickte der ukrainische Präsident die Auszeichnung bereits am nächsten Tag per Kurier nach Warschau zurück, was ein hartes diplomatisches Signal darstellte.

### Der Schatten Moskaus: Russische Geheimdienste gegen die Partnerschaft

Auf dem Hintergrund der realen diplomatischen Krise hat sich die russische Informationsmaschine aktiviert. Der Kreml bereitet einen weiteren Angriff gegen die ukrainisch-polnische Partnerschaft vor. Diesmal planen die russischen Geheimdienste, gefälschte historische Materialien zu verwenden, um einen Konflikt rund um das Thema der Wolhynien-Tragödie zu provozieren.

Erinnern wir uns daran, dass Russland bereits mehrfach Kampagnen zur Spaltung zwischen Ukraine und Polen entfaltet hat, indem es alte Streitigkeiten künstlich angeheizt hat. Laut ukrainischen Geheimdiensten ist der Kurator und Organisator dieser Informationsoperationen der Direktor des russischen FSB, Alexander Bortnikow. Russische Staatsmedien erhalten regelmäßig den Auftrag, solche Falschinformationen zu verbreiten.

Die Aktivierung der Propaganda erfolgt genau dann, wenn in den bilateralen Beziehungen der Länder echte Diskussionen entstehen. Trotz Tusks Aufruf zu Zugeständnissen versicherte der Leiter der polnischen Regierung, dass Warschau die Ukraine in ihrem Kampf unter allen Umständen weiter unterstützen werde und es nicht zulassen werde, dass externe Kräfte das strategische Bündnis zerstören.